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Kamp-Lintfort: Superhelden aus dem 3D-Drucker

Ferien in Kamp-Lintfort : Superhelden aus dem 3D-Drucker

Cosplay steht auf dem Ferienprogramm: Die Kinder entwickeln und bauen Armschienen, die für ihre Lieblingshelden stehen. Das Projekt wird von der Stadt in Zusammenarbeit mit der Hochschule Rhein-Waal angeboten.

„Cosplay“, das ist die Verbindung der beiden englischen Wörter „Costume“ und „Play“, also „Kostüm“ und „Spielen“. In diesem Fall ist es ein in den 1990er Jahren aus Japan stammendes Hobby, bei dem sich die Teilnehmer mit Kostümen, Accessoires, Frisuren, Makeup, Gestik und Mimik zeitweise so genau wie möglich in einen Comic-, Film-, Anime- oder Playstation-Helden oder eben -Heldin verwandeln. Seit Montag dieser Woche arbeiten insgesamt 13 Jugendliche im Rahmen des Kamp-Lintforter Ferienprogramms „Holiday Fun“ genau an dieser Aufgabe.

Dazu nehmen sie an einem einwöchigen, von der Stadt und der Fakultät Kommunikation und Umwelt der Hochschule Rhein-Waal angebotenen Workshop teil und basteln dabei unter Anleitung der wissenschaftlichen Hochschulmitarbeiter Jana-Lina Berkenbusch, Ketlli Tozaj und Peter Selders mit Hilfe von 3D-Druckern und diversen Computerprogrammen eine für ihren Helden typische Armschiene.

„Eigentlich hatte ich gedacht, wir machen in dem Workshop ein komplettes Ganzkörperkostüm. Aber die Armschiene ist auch cool“, erklärte der zwölfjährige Fabian am Donnerstag. Sie soll, vielleicht schon bald dabei helfen, ihn in seinen zweitliebsten Helden „Loki“ der Comic-Serie „Marvel Universe“ zu verwandeln. Der ebenfalls zwölf jährige Sam hat sich dagegen für die Anfertigung einer Armschiene des Manga-Helden „Naruto“ entschieden. Ob daraus irgendwann mal ein komplettes Kostüm werden wird, weiß er allerdings noch nicht. Zunächst soll die Armschiene erst einmal in seinem Zimmer aufgehängt werden. Sam hatte als einer der wenigen Workshop-Teilnehmer in einer Schul-AG schon mal mit einem 3D-Drucker gearbeitet, aber das war bei der Anmeldung keine Voraussetzung gewesen.

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Jana-Lina Berkenbusch und ihre Kollegen erhoffen sich, mit dem Cosplay-Workshop in erster Linie weitere Jugendliche für das „FabLab“, eine für Privatpersonen und Gewerbetreibende offene Werkstatt zur Entwicklung von modernen digitalen Fertigungsverfahren an der Kamp-Lintforter Hochschule zu begeistern. Fabian und Sam hat, wie sie am Donnerstag beide einhellig erklärten, der Workshop auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Wie alle anderen Teilnehmer dürfen sie am Ende nicht nur ihre fertige Cosplay-Armschiene mit nach Hause nehmen, sondern erhalten als zusätzlich Anerkennung auch noch eine mit einem selbst gestalteten Emblem versehene Jutetasche.

Für einige im Rahmen der Kamp-Lintforter Ferienaktion „Holiday-Fun“ vorhandenen Angebote, wie zum Beispiel eintägige Ausflüge zum Wasserski-Laufen oder Bowling, sind übrigens zurzeit noch Plätze frei. Interessenten können sich dazu auf der Homepage der Stadt Kamp-Lintfort unter www.kamp-lintfort/holidayfun.de informieren.