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Kamp-Lintfort: "Summertime" im Kamper Terrassengarten

Kultursommer Kamp-Lintfort : Musical-Melodien und Chansons im Terrassengarten

„Summertime“, die zweite Veranstaltung im Rahmen des diesjährigen Kamp-Lintforter Kultursommers machte ihrem Titel alle Ehre.

Bei strahlendem Sonnenschein bot das vierköpfige, aus der Sopranistin Claudia Groß, der Mezzo-Sopranistin Melanie Zink, dem Bass-Bariton Nobert Knabben und Jan Weigelt am E-Piano bestehende Ensemble „Canto Melodia“ am Samstag vor rund 200 Besuchern im Kamper Terrassengarten ein buntes Open-Air-Konzert aus beliebten Musical-Melodien und romantischen bis witzigen Chansons. „Wir haben diesmal keine klassischen Opern- und Operetten-Arien im Programm. Ich hoffe, es wird Ihnen trotzdem gefallen“, hoffte Norbert Knabben, zur Begrüßung. Danach ließ er zunächst Melanie Zink mit einem frechen Song von Ina Müller über junge Männer zum Verlieben und dann Claudia Groß mit der Interpretation des Liedes „Ich hab geträumt vor langer Zeit“ aus dem Musical „Les Miserables“ den musikalischen Vortritt, bevor er selber anschließend den bekannten Udo-Jürgens-Hit „Ich war noch niemals in New York“ vortrug. „Sie können ruhig alle mitsingen“, bot er zwischendurch an, doch das war gar nicht nötig, denn die meisten taten das bereits. Bei dem nächsten von Claudia Groß mit viel Hingabe gesungenen Lied „Gabriellas Song“ aus dem Musical-Film „Wie im Himmel“ wurde es in den Zuschauerreihen dagegen ganz still. Es folgten weitere bewegende Melodien, zum Bespiel aus dem berühmten Leonard-Bernstein-Musical „West Side Story“ oder dem “Phantom der Oper“, bevor es schließlich mit dem beschwingten Walzer „That’s Amore“ in die Pause ging.

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Im zweiten Konzertteil gab es dann überwiegend Chansons zu hören, wobei vor allem so nostalgische, wie der von Gustaf Gründgens gesungene Filmhit „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“ oder Norbert Knabbens Interpretation des Charles-Aznavour-Songs „Sie“ besonders gut ankamen. „Dieses Liebeslied wollte ich vor 14 Jahren schon singen. Das heute ist meine persönliche Premiere“, bekannte er. Ebenfalls eine Art Premiere hatte an diesem Abend auch Sopranistin Claudia Groß zu bieten. Sie hatte für den Song „Voilà“, mit dem die Sängerin Barbara Pravi in diesem Jahr den zweiten Platz beim Eurovision Song Contest gewonnen hat, eine eigene deutsche Übersetzung geschrieben. Das Konzert endete nach einer Dauer von mehr als zwei Stunden mit einem gleichermaßen großen Applaus.

 Die nächste Veranstaltung im Rahmen des Kamp-Lintforter Kultursommers findet am 28. August im Stephanswäldchen statt. Ab 19 Uhr spielt dort die Band „Buckle Up“ unter dem Titel „Rock-History“ das „Beste aus der Geschichte der Rockmusik“ und zum Teil auch selbst geschriebene Songs.