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Kamp-Lintfort: „Stiften für die gemeinsame Zukunft“

Unsere Stiftungen in Kamp-Lintfort : „Stiften für die gemeinsame Zukunft“

Die Niederrheinische Diakoniestiftung fördert innovative Projekte, vor allem für Kinder und Jugendliche, Familien und Senioren. In Kamp-Lintfort fördert sie zum Beispiel eine Mountainbike-Guppe.

„Für die Kids ist das Mountainbike-Fahren eine Flucht aus dem Alltag“, sagt Maren Rosenberg. „Sie erleben ein Gefühl von Gemeinschaft und verbessern ihre Motorik, ohne es zu merken.“ Sie ist Mitarbeiterin der ambulanten Jugendarbeit der Grafschafter Diakonie und am Dienstagnachmittag oft mit dabei, wenn fünf bis acht Zwölf- bis 16-Jährige „ihre“ Mountainbikes aus dem Fahrradkeller des evangelischen Pfarrhauses der Grafschafter Diakonie in Kamp-Lintfort holen.

Mit dabei ist auch Leiterin Andrea Eggeling, die die Idee zum gemeinsamen Fahrradfahren hatte. Sie legt mit den Jugendlichen die Touren fest, die vom Pfarrhaus neben der Christuskirche zum Beispiel zum Laga-Gelände führen. Oder sie fahren zur Moto-Cross-Strecke am Eyller Berg, die bei den jungen Mountainbikern besonders beliebt ist. Die Niederrheinische Diakoniestiftung macht diesen Weg frei für Kinder und Jugendliche, die auf diese Weise zweieinhalb Stunden unterwegs sein und aus ihren Familien kommen können. „Die Stiftung bezahlt die Fahrräder und die Inspektionen“, erläutert Rainer Tyrakowski-Freese. Demnächst kommen ein kleines und ein großes Mountainbike hinzu. Die Jugendlichen wachsen aus ihren Fahrrädern heraus. Auch neue Helme stehen auf dem Plan.“

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Der ehemalige Geschäftsführer der Grafschafter Diakonie ist seiner diakonischen Passion treu geblieben, Menschen auf ihrem Lebensweg zu begleiten und sie zu unterstützen. Er ist nicht nur Vorstand der gemeinnützigen Tuwas-Genossenschaft, sondern auch Vorsitzender des Stiftungsrates der Niederrheinischen Diakoniestiftung. „Die Stiftung setzt mit ihren Projekten lebendige Zeichen des Miteinanders“, betont der Moerser. „Sie fördert innovative Projekte, die sich nachhaltig verstetigen sollen, wie die Mountain-Bike-Gruppe.“

Die Projekte können solche der Grafschafter Diakonie, der Tuwas-Genossenschaft oder anderer diakonischer Träger im Kirchenkreis sein. Ein Projekt heißt „Wellcome“, in dem Ehrenamtliche seit mehr als zehn Jahren Familien mit Neugeborenen unterstützen. „Die Ehrenamtlichen bieten Entlastung an, zum Beispiel indem sie mit älteren Geschwisterkindern zum Spielplatz gehen und sich um das Baby kümmern“, sagt Jürgen Voß. „So haben die Mütter einmal Zeit, Luft zu holen und sich mal ein Stündchen hinlegen.“

Er ist Regionalkoordinator der Grafschafter Diakonie in Kamp-Lintfort und ehrenamtlicher Geschäftsführer der Niederrheinischen Diakoniestiftung. „Kinder- und Jugendarbeit, Familienangebote und Seniorenarbeit sind die Schwerpunkte der Förderung“, sagt er. „Die Stifter haben gute Erfahrungen mit der sozialen Arbeit der Diakonie gemacht. Sie spenden schon zu Lebzeiten und überlassen später einen Teil ihres Vermächtnisses. Die Stifter wissen das Geld in guten Händen. Sie stiften für unsere gemeinsame Zukunft am Niederrhein, wie das Motto der Stiftung lautet.“