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Kamp-Lintfort: Stadt lädt zur ersten digitalen Bürgerinfo

Stadtentwicklung in Kamp-Lintfort : Stadt lädt zur ersten digitalen Bürgerinfo

Die Entwicklung des Niersenbruchs steht im Fokus: Die Bebauung zwischen Fasanenstraße und Kranichweg, die Verkehrssituation und die Wohngruppen an der Fasanenstraße.

Wenn ein großes Neubauprojekt ansteht, lädt die Stadt zu einer „Bürgerinformation vor Ort“ ein. Dann versammeln sich meistens bis zu 100 Personen, um sich über das Projekt zu informieren und Fragen zu stellen – wie zum Beispiel im November 2018, als im Lutherhaus die Planungen zum Rewe-Markt auf dem Marktplatz in der Lintforter Siedlung präsentiert wurden. Manchmal kommen auch nur zehn Interessierte, wie Anfang März 2020 in den großen Sitzungssaal des Rathauses, als die Stadtverwaltung die Planungen zum neuen Kindergarten auf dem Bismarckplatz darlegte. Diese Bürgerinformation war die letzte, bevor am 13. März 2020 der erste Lockdown begann. Jetzt lässt die Stadt das Format „Bürgerinformation vor Ort“ nach gut einem Jahr wiederaufleben, allerdings nicht in analoger Form, sondern in digitaler.

Sie lädt für den 1. Juni, 19 Uhr, zur ersten digitalen Bürgerinformation vor Ort ein, die als Zoom-Konferenz gestaltet ist . Im Mittelpunkt stehen Planung und Entwicklung des Niersenbruchs, insbesondere an der Fasanenstraße. Zum einen soll zwischen Fasanenstraße und Wiesenbruchstraße, Kranichweg und Saalhoffer Straße ein neues Wohngebiet entstehen. „Wir möchten unsere aktuellen Überlegungen den Bürgern vorstellen, um ihre Anregungen bei der Planung berücksichtigen zu können“, sagt Planungsamtsleiterin Monika Fraling, die bei der Bürgerinformation vom kleinen Sitzungssaal des Rathauses aus vorträgt. Damit sich das Neubaugebiet harmonisch in die umgebende Nachbarschaft einfüge, möchte die Stadt zusammen mit der Wohnungsbaugesellschaft Vivawest, der mehrere Grundstücke in diesem Bereich gehören würden, Planungsbüros beauftragen, um verschiedene städtebauliche Konzepte auszuarbeiten. Wenn zwischen Fasanenstraße und Kranichweg neue Häuser gebaut werden, nimmt der Autoverkehr zu, der bereits heute an der Einmündung der Fasanenstraße in die Wiesenbruchstraße von vielen als kritisch angesehen wird.

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Deshalb stellt Thomas Rödel vom Verkehrsplanungsbüro Rödel und Pachan vor, wie das neue Wohngebiet verkehrlich verträglich erschlossen werden kann, nachdem er im Vorfeld in die Planungen eingebunden war. Außerdem referieren bei der „Bürgerinformation vor Ort“ zwei Vertreter der „v. Bodelschwingschen Stiftungen Bethel“. Die Bethel Stiftungen wollen ein Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde Lintfort an der Fasanenstraße neben dem evangelischen Kindergarten erwerben, um dort ein Wohnhaus zu bauen.

Darin sollen zwölf Wohnungen und zwei Wohngruppen mit Apartments für eine Wohn- und Betreuungseinrichtung für Menschen mit Behinderungen entstehen. „Zum einen besteht nach diesem Angebot eine Nachfrage, die bislang nicht umgesetzt werden konnte“, erläutert Bürgermeister Christoph Landscheidt, der bei der „Bürgerinformation vor Ort“ die einleitenden Worte spricht. „Zum anderen ist der Standort mit der dort vorhandenen Infrastruktur geeignet für eine solche Wohneinrichtung.“

www.kamp-lintfort.de