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Kamp-Lintfort: So läuft es auf dem Campus in Kamp-Lintfort

Hochschule Rhein-Waal in der Hochschulstadt : So läuft es auf dem Campus in Kamp-Lintfort

Seminare und Vorlesungen fanden im Wintersemester an der Fakultät Kommunikation und Umwelt zum Teil in Präsenz statt. Omikron erfordert nun aber auch die Rückkehr ins Digitale. Warum Dekan Andreas Schürholz auf ein besseres Sommersemester für die Studentenschaft hofft.

Das aktuelle Wintersemester geht bald zu Ende. Professoren und Studenten bereiten sich auf die Prüfungsphase vor. Hinter ihnen liegt das erste Semester seit Beginn der Corona-Pandemie, das im Vergleich zu vorangegangenen Vorlesungszeiten zumindest teilweise wieder in Präsenz stattfinden konnte. Gut 50 Prozent Präsenz-Veranstaltungen hatten Land NRW und die Hochschulen für das laufende Semester angepeilt. „Das hat bei uns ganz gut geklappt“, berichtet Andreas Schürholz, Dekan an der Fakultät Kommunikation und Umwelt auf dem Campus Kamp-Lintfort der Hochschule Rhein-Waal.

 Professor Andreas Schürholz ist Dekan der Fakultät.
Professor Andreas Schürholz ist Dekan der Fakultät. Foto: Dieker, Klaus (kdi)

„Die Omikron-Variante hat uns zuletzt aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Leider mussten wir an manchen Stellen wieder zurückfahren“, erklärt er. Schürholz hofft auf das kommende Sommersemester und damit auf die Chance, die Studentenschaft wieder in Präsenz auf dem Campus zusammenzubringen. Aber auch, um den internationalen Studenten eine Perspektive eröffnen zu können.

In der am Mittwoch gestarteten Woche der Studienorientierung informieren die vier Fakultäten der Hochschule Schulabgänger schon mal online über das Studienangebot im kommenden Sommersemester. Die Fakultät Kommunikation und Umwelt in Kamp-Lintfort präsentiert sich am 27. Januar. Der Campus selbst ist zurzeit wie leer gefegt. Mensa und Bibliothek sind zwar geöffnet – Zugang erhalten dort wie überall auf dem Campus nur die, die die 3G-Bedingungen erfüllen. „Das wird kontrolliert“, berichtet Dekan Schürholz auf Anfrage. Inzwischen sei damit eine externe Firma beauftragt, in den Laboren übernehmen die Professoren dies selbst. Die Vorlesungen hingegen sind in den digitalen Raum zurückgekehrt, sagt Schürholz. Das Audimax fasse insgesamt 300 Studenten. „Aufgrund der Corona-Situation dürften dort zurzeit 75 Studenten zusammenkommen. Wir müssten die Vorlesungen auf unterschiedliche Räume aufteilen. Da ist es besser, in den digitalen Raum zu gehen.“ Darauf seien aber alle Professoren und Lehrkräfte vorbereitet. Die Vorlesungen seien digitalisiert, die Studenten und Studentinnen könnten sie im Internet hochladen. „Es wäre uns anders natürlich lieber. Der direkte Kontakt fehlt, auch um die Studenten zu motivieren. Die Professoren bieten aber Beratungen und Gespräche in Videokonferenzen an.“ Die Corona-Pandemie habe bislang nicht zur Exmatrikulationen geführt: „Es schreiben sich aber weniger Studenten ein“, berichtet der Dekan. Sowohl im Wintersemester 2020/21 als auch im aktuell laufenden Semester seien es jeweils ein Viertel weniger Einschreibungen gewesen. In Zahlen: 350 jungen Menschen ließen sich zuletzt für einen Studiengang auf dem Campus in Kamp-Lintfort immatrikulieren. „Vor der Pandemie waren es mal 500“, betont Andreas Schürholz. Zu Hochzeiten zählte die Fakultät mehr als 2000 Studierende, geplant war sie ursprünglich für 1500. Trotz Corona habe man in Kamp-Lintfort den Studiengang Verwaltungsinformatik weiter hochfahren können: Bis zu 80 Studenten hätten sich bislang pro Semester eingeschrieben, ausgelegt sei er für 100. Es handelt sich um ein duales Angebot in Kooperation mit allen Verwaltungsbehörden in Nordrhein-Westfalen – von der Polizei bis zur Bezirksregierung. Drei neue Professuren im Bereich Verwaltungsinformatik sind ausgeschrieben. Dazu kommen weitere Stellen für Lehrkräfte und wissenschaftliche Mitarbeiter. Die Fakultät hat 2021 auch neue Räume angemietet: im Erdgeschoss des sanierten Fördermaschinengebäudes des ehemaligen Bergwerks West im Zechenpark. Dort stehen nun zwei weitere Seminarräume, vier Büros für Professoren und drei für die wissenschaftlichen Mitarbeiter zur Verfügung.