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Kamp-Lintfort: Sie setzen sich für Kinderrechte ein

Besuch beim Bürgermeister : Sie setzen sich für Kinderrechte ein

Die Pappelsee-Grundschüler stellten im Rathaus das wichtige Projekt vor. Die Dritt- und Viertklässler rappten einen selbst getexteten Song und trugen dem Bürgermeister ihre Wünsche vor.

„Eins, zwei, drei, vier, wir Kinder haben Rechte hier.“ Rund 25 Dritt- und Viertklässler der Kamp-Lintforter Grundschule am Pappelsee rappten im Sitzungssaal I des Rathauses zum Thema „Kinderrechte“. Hintergrund der Aktion war eine im Februar diesen Jahres von ihnen begonnene Projektarbeit, in der sie ihre Wünsche und Bedürfnisse als Bürger der Stadt zusammengetragen und anschließend entsprechende Lösungsvorschläge dazu erarbeitet hatten. „Eine beeindruckende Leistung“, lobte Bürgermeister Christoph Landscheidt, der die jungen Kinderrechtler an diesem Tag zusammen mit der Leiterin des Amtes für Schule, Jugend und Spiel Lydia Kiriakidou und der Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses Birgit Ullrich im Rathaus begrüßte.

„Das Thema ‚Kinderrechte‘ rückt gerade jetzt – sei es durch den Krieg in der Ukraine oder die anhaltende Pandemie – immer weiter in den Fokus, und es ist wichtig, dass die Kinder ihre Rechte kennen und diese auch durchsetzen.“ Das Lob war gerechtfertigt, wie die anschließende von den Kindern der Reihe nach vorgetragenen und mit einer anschaulichen Bildpräsentation untermalten Ergebnisse bewiesen. Eines der Oberthemen hieß dabei unter anderem: „Wir verschönern Kamp-Lintfort.“ Dazu hatten die Beteiligten unter der Anleitung ihrer Lehrerin Nele Hoffmann zunächst erst einmal einige wichtige Herangehensweisen festgelegt, die da hießen: „Nicht man, sondern ich.“ Oder: „Alles ist möglich.“ Dem folgte anschließend eine Liste mit verschiedenen Unterthemen wie „Freizeit und Einkaufen“, „Umweltmüll“ oder „Sicherheit“, die dann wiederum weiter in die Bereiche „Meckern“, „Wünschen“ und „Planen“ unterteilt worden waren.

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So gab es beim Unterthema „Freizeit“ zum Beispiel den Wunsch nach mehr Spielmöglichkeiten in der Stadt und beim Thema „Umweltmüll“ den Vorschlag, die Spielplätze selber zu säubern. Beim Thema „Sicherheit“ wurden unter anderem fehlende Zebrastreifen bemängelt, sowie weniger Autos vor den Schulen und breitere Fahrradwege gewünscht. „Da habt ihr euch in der Tat viele Gedanken gemacht“, bestätigte Landscheidt: „Aber um alle Wünsche zu erfüllen, was meint ihr, was man dazu braucht?“ Alle überlegten. „Geld?“, schlug schließlich ein Schüler vorsichtig vor. „Ja genau“, bestätigte der Bürgermeister: „Damit ist es wie bei euch. Man schreibt eine Wunschliste, aber …“ Hierzu erklang aus den Reihen der Kinder ein wissendes Kichern. Anschließend folgte dann noch eine kurze Fragerunde und die Vorführung des selber geschriebenen Rap-Songs. „Der ist toll“, fand Lydia Kiriakidou und schlug vor, ihn demnächst als besonderen Erkennungssong der Kamp-Lintforter Jugend in einem Studio aufnehmen zu lassen: „Sei ihr dabei?“ „Jaaaa“, erklang die Antwort darauf. Zu guter Letzt bekamen dann noch alle beteiligten Schüler sowie ihre Lehrerin Nele Hoffmann und Schulleiterin Christina Ritte eine personalisierte Urkunde überreicht, mit der sie sich ab jetzt offiziell als „Kinderrechte-Botschafter der Stadt Kamp-Lintfort“ bezeichnen dürfen.