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Kamp-Lintfort: "Schutzmann durch und durch"

Polizei in Kamp-Lintfort : „Schutzmann durch und durch“

Erster Polizeihauptkommissar Ulrich Hoppmann ist seit Mai neuer Leiter der Polizeiwache in Kamp-Lintfort. Der 53-Jährige ist Nachfolger von Thomas Deselaers, der in Ruhestand gegangen ist. Der Neue setzt auf Prävention.

Für Ulrich Hoppmann ist Kamp-Lintfort keine unbekannte Stadt: Vor 22 Jahren war er auf der Polizeiwache an der Wilhelmstraße 9 drei Jahre lang als Dienstgruppenleiter tätig. „Ich habe die Stadt damals gut kennengelernt, auch weil ich immer zu den Einsätzen rausgefahren bin“, berichtet er. Im Mai 2020 kehrte der Erste Polizeihauptkommissar als Wachleiter nach Kamp-Lintfort zurück und staunte über den enormen Wandel, den Kamp-Lintfort vollzogen hat: „Vor 22 Jahren hatte die Stadt eine völlig andere Struktur. Heute ist sie grün und hat sich zu einem wunderschönen Fleckchen am Niederrhein gewandelt. Das sieht man auf der Aussichtsplattform des Förderturms auf der Laga besonders gut.“

Ulrich Hoppmann folgt als Wachleiter auf Thomas Deselaers, der Ende April in Pension ging. „Ich freue mich, hier sein zu dürfen. Für mich ist die Stelle etwas Besonderes, denn ich bin „Schutzmann durch und durch“, sagt er. „Ulrich Hoppmann ist ein erfahrener Polizist und eine engagierte Führungskraft, die seit Jahren in den unterschiedlichsten Bereichen der Polizei arbeitet“, betonte Landrat Ansgar Müller, der am Montag zur Vorstellung des neuen Wachleiters nach Kamp-Lintfort kam. Hoppmann begann seine Ausbildung 1987 bei der Polizei in Bochum und war nach erfolgreichem Abschluss für ein Jahr in der Einsatzhundertschaft des Polizeipräsidiums in Essen eingesetzt.

Nächste Station war die Wache in Moers, die er als Streifenbeamter unterstützte. Nachdem er drei Jahre lang in Düsseldorf als Dienstgruppenleiter und Wachdienstführer eingesetzt war, kehrte er 1998 an den Niederrhein zurück. Seine erste Station war Kamp-Lintfort, drei Jahre später wechselte er zur Leitstelle nach Wesel. Nach einem Zwischenstopp als stellvertretender Leiter der Führungsstelle Gefahrenabwehr / Einsatz war er dort bis zuletzt Dienstgruppenleiter der Leitstelle. „Der Beruf macht Spaß und gibt mir eine große Zufriedenheit, wenngleich man auch mit unschönen Dingen und weniger glücklichen Schicksalen konfrontiert wird“, betont der 53-jährige Familienvater, der seit 22 Jahren verheiratet ist und vier Töchter hat. „Das erdet einen.“ Eine Tochter ist sogar in seine Fußstapfen getreten und ist zurzeit Kommissaranwärterin. Die gute Zusammenarbeit von Polizei und Stadt in Kamp-Lintfort in Sachen Sicherheit und Ordnung möchte Ulrich Hoppmann fortsetzen. Dabei hat die Prävention für ihn einen wichtigen Stellenwert. So will er verhindern, dass beispielsweise Brennpunkte entstehen.

Was das betrifft, steht Kamp-Lintfort aktuell offenbar gut da. „Es gibt keine ausgewiesenen Krisengebiete in der Stadt“, betonte Bürgermeister Christoph Landscheidt, der am Montag den neuen Polizeichef begrüßte. „Das war früher anders, beispielsweise im Bereich des Vinnmannswegs oder der Weißen Riesen. Durch städtebauliche Veränderungen haben wir dort aber viel erreicht“, erklärte der Bürgermeister. Heute seien offene Schulhöfe Treffpunkte, die man im Auge behalten müsse.

Ulrich Hoppmann, der mit seiner Familie in Wesel-Büderich lebt, versteht sich nicht nur in diesen Fragen als direkter Ansprechpartner der Stadt Kamp-Lintfort.