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Kamp-Lintfort: Schacht I ist eine Oase für Spielkinder

Landesgartenschau in Kamp-Lintfort : Schacht I ist eine Oase für Spielkinder

Die Arbeiten auf dem Areal der Landesgartenschau gehen auf Hochtouren weiter. Die große Spielelandschaft entlang der Ringstraße ist so gut wie fertiggestellt. Sie erinnert auf kindgerechte Art an die Bergbau-Geschichte der Stadt.

Elias, Mia, Henry und Yano haben die Spiellandschaft auf dem weitläufigen Areal der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort bereits ausprobiert – und für gut befunden. Elias, der bald fünf wird, erklärte nach dem Besuch: „Das war mega cool.“ Mia (5) gefiel das große Klettergerüst mit den Rutschen am besten. Und Yano meinte: „Das ist der absolute Wahnsinn.“ Die vier Kinder durften vor gut einer Woche als erste den neuen und großen Spielplatz testen, der entlang der Ringstraße entstanden und fast fertig gestellt ist: Alle Spielgeräte sind aufgestellt, und der Sand zum Buddeln und Schürfen ist auch schon da. „Die Arbeiter sind dabei, den Rollrasen zu verlegen“, betonte Imma Schmidt, Pressesprecherin der Laga-GmbH in Kamp-Lintfort.

Schon von weitem sichtbar sind die beiden fast originalgetreu nachgebauten Fördertürme als Klettergerüste mit einer langen Röhrenrutsche. „Die Doppelung mit den echten Türmen des ehemaligen Bergwerks West im Hintergrund ist inzwischen ein beliebtes Fotomotiv“, weiß Imma Schmidt aus eigenen Beobachtungen zu berichten. Die Bergbaugeschichte der Stadt Kamp-Lintforts spiegelt sich nicht nur am Beispiel des Schacht I- Spielturmes mit seiner rot-weißen Fassade wider, sondern an vielen Stellen. Das war die maßgebliche Vorgabe, die die Planer und Spielgerätehersteller zu erfüllen hatten. Das Areal, das als ein zentraler Spielplatz in Kamp-Lintfort nach der Landesgartenschau bestehen bleiben wird, soll auf kindgerechte Art und Weise die Geschichte der Zeche und der Industriekultur erzählen. Entstanden sind von Süd nach Nord drei Spielfelder von unterschiedlicher Größe. Sie schließen sich direkt an den Tierpark „Kalisto“ an, der ebenfalls neu entsteht. Die Kinder toben, springen, hüpfen und schaukeln auf ganz weichem Boden. Alle Spielgeräte stehen auf so genannten falldämpfenden Bodenbelägen. Das Areal ist von einer modellierten Spielwiese umgeben, die zu Ballspielen, zum Rennen und Fangen einlädt. Die Leitfarbe auf dem Spielplatz ist grün in unterschiedlichen Schattierungen. Hersteller Proludic hat die Spielgeräte wie die beiden Fördertürme für Kamp-Lintfort maßgeschneidert. Das Unternehmen, das seinen Hauptsitz in Frankreich hat, hatte sich mit seinen Vorschlägen an dem von der Landesgartenschau-GmbH ausgelobten Vergabeverfahren beteiligt und den Zuschlag für das Projekt erhalten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 500.000 Euro.

Das erste Spielfeld bietet Kindern ab zwei Jahren ein Sandspielbereich auf etwa 130 Quadratmetern. Hier können sie spielerisch nach Kohle schürfen, den Sand über ein Förderband laufen lassen und weiter verarbeiten, eine richtige Sandfabrik wurde dort errichtet. Es gibt einen Kriech- und Krabbelschacht. Andere Klettergeräte erinnern an eine Untertage-Strebe. Ältere Kinder bis etwa zwölf Jahren finden ebenso einen Bereich für sich. Er ist unter anderem mit einem Netzseilgarten und Hängematten ausgestattet. Es gibt Klettersteine und Trampoline und vieles mehr. Das Dreh-Karussell ist barrierefrei zu erreichen. Nach Herzenslust spielen kann man auf der Laga aber auch an anderen Orten. So findet sich nördlich des Zechen-Spielplatzes ein Bouleplatz für die Großen, der nach der Landesgartenschau erhalten bleibt. Am Kamper Berg ist am Fuß des Osthanges ein weiterer Spielplatz eingerichtet . Dort gibt es Wackeltiere aus Holz und einen größeren Sandspielbereich mit neuen Kletter- Seil- und Turngeräten mit Namen wie „Kleiner Urwald“ und „Baumhörnchen.“