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Kamp-Lintfort: Rosige Zeiten auf der Landesgartenschau

Laga 2020 in Kamp-Lintfort : Rosige Zeiten auf der Landesgartenschau

Die Rose steht in der sechsten Blumenschau auf der Landesgartenschau im Fokus. Die Floristen um Willi Rankers stellen vielfältige Rosenvariationen vor. Die Schau läuft bis zum 19. Juli in der 1000 Quadratmeter großen Halle.

Eine Idee davon, wie es sein könnte, auf Rosen gebettet zu sein, vermitteln die Floristen bei der am Freitag neu startenden Blumenschau auf der Landesgartenschau. Und das nicht nur sprichwörtlich: Willi Rankers und sein Team haben ein großes Bett aufgebaut, dessen Matratze aus tiefroten Rosen besteht, schön mit Kissen und feiner Spitze dekoriert. Noch bis zum 19. Juli steht die Königin der Blumen in der 1000 Quadratmeter großen Blumenhalle im Fokus. „Sie ist der Klassiker unter den Blumen und das Highlight auf jeder Gartenschau“, betont Willi Rankers bei einem Rundgang durch die neue Ausstellung. Sie zeigt nicht nur einen Ausschnitt der Rosen-Vielfalt.

Die neue Blumenschau präsentiert alle Rosensorten. Foto: Anja Katzke

„Wir präsentieren hier das ganze Sortiment, alle möglichen Farben und Variationen“, so der Experte. Die Rosen tragen vielversprechende Namen wie „Hot Rokoko“, „Novalis“ und „Nostalgie“. Die Floristen wollen den Besuchern der Schau vermitteln, dass sie nicht unbedingt rot sein und nur für die Liebe stehen muss. So zeigt die aktuelle Blumenschau Topf-, Kletter-, Bodendecker- und Duftrosen in den Farben Weiß, Gelb, Orange bis ins tiefe, fast bläuliche Rot. Vorgestellt werden auch die neuesten Züchtungen wie die Rose, die in ihrer Blüte ein grünes Geheimnis bewahrt, bis sie sich öffnet. „Wir möchten den Besuchern außerdem Anregungen zur Gestaltung mit Rosen geben und zeigen, wie vielfältig und abwechslungsreich sie sind“, betont Rankers.

In der Schau werden auch neue Rosenzüchtungen wie diese vorgestellt. Foto: Anja Katzke

Er war mit seinem Unternehmen bereits an mehreren Landesgartenschauen beteiligt und steht Besuchern gerne auch in Fragen der Pflege Rede und Antwort. „Die Rose ist schon pflege-intensiver als die Staude“, sagt er. In den Gesprächen mit dem Experten geht es zum Beispiel darum, warum man wilde Triebe abschneiden sollte, wann man die Blüten besser entfernt und die beste Zeit für den Rückschnitt ist. Es geht um Bodenbeschaffenheit und Bewässerung. Und warum Rosen oftmals in Kübeln kultiviert werden.

Mit Hortensien und Stauden verträgt sich die Rose gut. Foto: Anja Katzke

Platz für einen Rosenstrauch gibt es selbst auf der kleinsten Terrasse. Die Floristen schlagen verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für Zuhause sowie für Garten und Terrasse vor. Besucher erfahren beispielhaft, mit welchen anderen Pflanzen sich Rosen gut verstehen: im Beet kombiniert mit fliederfarbenen Hortensien, Stauden und Rosmarin, als verwunschener und verwucherter Dornröschengarten oder am sprudelnden Teich in Blumenkästen drapiert. „Ein Liegestuhl passt immer noch dazu“, betont der Rosen-Experte, der die Rosenzüchter landauf, landab am Niederrhein kennt.

Novalis heißt diese Rosen-Schönheit mit ungewöhnlicher Blütenfarbe. Foto: Anja Katzke

Auch bei der Dekoration mit Rosen scheinen keine Grenzen gesetzt – Rosen machen sich immer gut: ob in der Amphore, in Bierflaschen oder Jeanshosen. Und wer von Rosen nicht genug bekommen kann, findet auch Deko-Ideen für die Wohnung: Stoffrosen als Wandbilder oder Lampenschirme.

Die Rosenvariationen sind noch bis zum 19. Juli in der Blumenhalle zu sehen. Nach einer viertägigen Umbauphase lautet das Motto in der Blumenhalle dann „Sommer am Niederrhein“. Es ist die Zeit der Stauden und Sonnenblumen.