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Kamp-Lintfort: Rosenmontagszug ist 700 Meter lang

Karneval in Kamp-Lintfort : Rosenmontagszug ist 700 Meter lang

Die närrische Großveranstaltung startet am 24. Februar um 13.11 Uhr. Das Sicherheitskonzept wurde weiter verschärft.

Das Karnevalskomitee Kolping plant für Rosenmontag eine Überraschung: Die Karnevalisten haben ihre Mitglieder Hans Hoffmann und Ralf Bonse beim Düsseldorfer Bildhauer und Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in die Lehre geschickt: Sie bauen den ersten richtigen Motivwagen für den Rosenmontagszug, der sich am 24. Februar ab 13.11 Uhr durch die Straßen Kamp-Lintforts schlängeln wird. „Sie haben in Düsseldorf einen Wochenendkursus besucht und viele gute Ideen mitgebracht“, berichtet Hans-Peter Peißer, Präsident des Karnevalskomitees Kolping und Geschäftsführer des Festausschusses Kamp-Lintforter Karneval. Die Wageneinweihung ist am Sonntag, auch dann erst wird das Motiv verraten. Die Karnevalisten in Kamp-Lintfort bereiten sich auf den Höhepunkt der laufenden Session vor. 13 Karnevalswagen, 15 Fußgruppen und drei Kapellen, eine bunte Schar von 820 Karnevalisten, werden durch die Straßen ziehen und Kamelle ins Volk werfen.

„Der Zug ist rund 700 Meter lang“, erklärt Zugleiter Werner Fugmann. Er wird Rosenmontag dafür sorgen, dass auf der Wegstrecke alles rund läuft. Der Umzug startet um 13.11 Uhr an der Franzstraße, wo sich die Karnevalisten aufstellen. Weiter geht es über Ebert- und Alfredstraße zur Moerser Straße. Von dort aus zieht er am Alten Rathaus geradeaus über die alte Moerser Straße am Juwelier Hüls und Bäcker Büsch vorbei über den Zebrastreifen zwischen Pavillion und Commerzbank weiter bis zur Friedrichstraße. Anschließend geht es links in die Friedrichstraße hinein bis zur Ringstraße, Kolkschenstraße, Moerser Straße bis zum Prinzenplatz, wo sich der Rosenmontagszug auflöst.„Wir haben den Zugweg wegen der Bauarbeiten in der Stadt leicht geändert“, berichtet Hans-Peter Peißer. Die Bühne wird nicht am Neuen Rathaus stehen. Gefeiert wird auf dem Platz vor dem EK3. Ein Motto haben sich die Karnevalisten nicht gegeben. Die Landesgartenschau, die am 17. April startet, wird jedoch das Thema vorgeben. Folgende Tollitäten sind mit dabei: Stadtprinzessin Nicole I. und Jugendprinz Max I. mit jeweils einem Wagen.

Aus Rheinberg kommt eine Abordnung um Prinz Matthias I., auch „der Präsente“ genannt. Beide großen Karnevalsvereine in Kamp-Lintfort wollen mit einem Wagen vertreten sein, aber auch die Bruderschaft aus Saalhoff, der Schwimmclub, die Lintforter Clowns und die Basketballer und viele andere mehr reihen sich in den Zug ein. Zum ersten Mal nimmt auch eine Rollstuhlgruppe der Caritas am närrischen Lindwurm teil. „Obermöhne Elli ist natürlich auch dabei“, berichtet Hans-Peter Peißer.

Wie der Geschäftsführer des Festausschusses Kamp-Lintforter Karneval, mitteilte, ist das Sicherheitskonzept noch einmal verschärft worden: Erstmals müssen auch Bagagewagen von Ordnern begleitet werden. „Wir haben etwa 100 Ordner im Einsatz“, sagt Zugleiter Fugmann. Im Dienst auf dem etwa dreieinhalb Stunden dauernden Zug werden außerdem Helfer des Roten Kreuzes und der Malteser sowie die Polizei sein.Die Stadt hat für die Zeit von Montag, 8 Uhr, bis Dienstag, 5 Uhr, glasfreie Zonen eingerichtet. Der Bereich umfasst den Festplatz Op de Hipt (ABC-Gelände), die Moerser Straße ab Vorplatz EK3 bis einschließlich Prinzenplatz, die Friedrichstraße ab Kreuzungsbereich Ringstraße bis zur Einmündung zur Moerser Straße, die Ringstraße ab Kreisverkehr EK3 bis zur Einmündung Kolkschenstraße sowie den Festplatz an der Hangkamer Straße.

Polizei, Sicherheitsdienste und die Mitarbeiter werden für die Einhaltung des Verbots sorgen. Hans-Peter Peißer: „Die Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Stadt läuft gut.“ Weitere Infos über das Glasverbot und die Zugstrecke unter www.kamp-lintfort.de