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Kamp-Lintfort: Rewe-Markt eröffnet am 16. November

Neuer Lebensmittelmarkt in Kamp-Lintfort : Rewe-Markt eröffnet am 16. November

Der neue Lebensmittelmarkt in der Altsiedlung besticht durch seine besondere Architektur aus Glas und Holz. Innen erwartet die Kunden eine Frischetheke von 25 Metern Länge. Sascha Meyer ist der Marktbetreiber.

„Einen Lebensmittelmarkt mit so viel Glas kenne ich in Deutschland nicht“, sagt Peter Gumprich, der bei Rewe Dortmund für die Expansion zuständig ist. „Nur in Österreich gibt es einige Märkte mit so viel Glas, zum Beispiel den M-Preis in St. Anton am Arlberg in Tirol.“ Schmunzelnd fügt er hinzu: „Er hat aber nicht drei runde Ecken.“

 Schlüsselübergabe: Marktbetreiber Sascha Meyer bereitet jetzt die Eröffnung des Lebensmittelmarktes in der Altsiedlung vor.
Schlüsselübergabe: Marktbetreiber Sascha Meyer bereitet jetzt die Eröffnung des Lebensmittelmarktes in der Altsiedlung vor. Foto: Norbert Prümen

Schon jetzt zählt der Rewe-Markt in der Lintforter Kolonie architektonisch zu den wohl schönsten Lebensmittelmärkten in Mitteleuropa, auch wenn er nicht in der Tiroler Gebirgslandschaft liegt, aber wie dort ebenfalls neben Glas mit viel Holz gebaut ist, unter anderem mit Seekiefernholz an den Decken. Am Dienstag in knapp drei Wochen, dem 16. November, eröffnet der neue Markt im Dreieck von Ebert-, Franz- und Kattenstraße. Nicht nur die äußerlich besticht der neue Lebensmittelmarkt, der vom Architekten Robert Wetzels vom Kölner Büro „Bob Architektur“ entworfen wurde, sondern auch innen. Das wurde am Mittwochmorgen deutlich, als Marktbetreiber Sascha Meyer symbolisch den Schlüssel für den neuen Lebensmittelmarkt von Kosmas Thämmig erhielt, dem Prokuristen der Schoofs-Gruppe aus Kevelaer, die das neue Gebäude als Investor errichtete und jetzt vermietet.

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Auch Bürgermeister Christoph Landscheidt und Wirtschafsförderer Andreas Iland sowie Projektentwickler Thorsten Overländer und Projektingenieur Özgür Yüksel von der Schoofs-Gruppe waren dabei, weil eine Investition von fünf Millionen Euro für die reinen Baukosten den Strukturwandel symbolisiert, den die Hochschulstadt zurzeit durchläuft.

Der neue Rewe-Markt ist durch viel Glas nicht nur hell, sondern lädt mit breiten Gängen, hellen Fliesen und einer Decke aus Seekiefernholz auch zum entspannten Einkaufen ein. „Der Markt ist frischeorientiert, familiengeführt und nachbarschaftsfreundlich“, zählt Sascha Meyer auf. Der 45 Jahre alte selbstständige Kaufmann betreibt bereits einen Rewe-Markt in Duisburg-Meiderich und in Dinslaken-Hiesfeld. Im Herzen des Lebensmittelmarktes, der 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche und 600 Quadratmeter Nebenfläche hat, liegt die Frische-Theke. „Sie ist 25 Meter lang“, erzählt Marktleiter Björn Tokarski. „Dort gibt es Fleisch, Geflügel, Wurst, Käse und einen Grill mit wechselnden Mittagsgerichten. Von Grünkohl bis Nudeln ist alles dabei.“ Hinter der Frischetheke steht Michelle Mielke, die mit ihren 24 Jahren jüngste Metzgermeisterin Nordrhein-Westfalens ist und 2020 den ersten Platz beim Wettbewerb „Beste Grilltheke Deutschland“ holte.

8000 Kamp-Lintforter wohnen in einem Kilometer Umkreis des neuen Lebensmittelmarktes auf der Fläche des einstigen Wochenmarkts. Darin sind auch die Personen des neuen Stadtquartiers „Friedrich Heinrich“ eingerechnet, das in den nächsten Jahren auf dem Gelände des einstigen Lintforter Bergwerks und späteren Landesgartenschaugeländes entsteht. Die Kunden können zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen sollen, aber auch mit Autos vorfahren, für die 80 Stellplätze vorhanden sind. Wie die Architektur und Angebot kann sich auch die Bauzeit sehen lassen. Ab Januar 2021 betrug sie nur knapp zehn Monate, nachdem mit dem ersten Spatenstich im Oktober 2020 zunächst die 5000 Quadratmeter große Fläche freigeräumt worden war. 2018 hatte mit einer Bürgerversammlung im Lutherhaus die Planung begonnen.