Kamp-Lintfort: Reuter-Schüler tauchen in die bunte Welt von Astrid Lindgren ein

Theater-, Tanz- und Musikprojekt der Ernst-Reuter-Schule : Reuter-Schüler tauchen in die bunte Welt von Astrid Lindgren ein

t Für einen starken Auftritt sorgen die Klassen der Ernst-Reuter-Schule in der Christuskirche. 380 Grundschulkinder servieren die Revue „Vom Vimmerby nach Büllerbü“. Der Kinderbuchautorin Astrid Lindgren hätten diese Aufführungen mit Sicherheit gefallen.

Nicht nur die Reise durch Lindgrens Kinderbuchwelten spielt auf der Bühne. Lesen und Abtauchen in eigene, wunderbare Welten sind die eigentlichen Botschaften. Die Christuskirche erwies sich mit ihrem multifunktional gehaltenen Altarraum als idealer Spielort für 13 Szenen. Über die beiden Türen betraten beinahe geräuschlos und diszipliniert die Kinder die Bühne. Sie zeigten die Bandbreite an schauspielerischen Formaten. Von Lese-, und Bewegungstheater, über Spiel- und Tanzszenen bis zum Schattentheater – die junge Mannschaft hatte alle Register für eine spannende Zeitreise gezogen.

Ein großes Bild vom Schreibtisch Lindgrens stimmte das Publikum ein. Er gilt als der Ort, an sie die glücklichen und unbekümmerten Kinderwelten für ihre Bücher erschuf. Neben der Bühne saßen auf Strohballen die Kinder und lasen aus Briefen vor, die Lindgren aus aller Welt bekam. Die Auszüge leiteten zu den jeweiligen Figuren über, so zu Lotta, Ronja oder Pippi. Ein Wiedersehen gab es auch mit Michel aus Lönneberga, der mit dem Kopf in der Suppenschüssel steckte. Perfekt der Kinderchor, deren Mitglieder zugleich auf der Bühne ihren Part spielten. 380 Mädchen und Jungen inklusive der Erstklässler wirkten mit und spielten frei und textsicher vor einem großen Publikum. Sie waren versunken in Astrid Lindgrens Welt. Die Spielfreude der Kinder, ein von Babette Scholz eingestimmter Chor, begleitet von Anna Geldsetzer am Klavier, und das engagierte Kollegium schufen für Lehrerin, Tanz- und Theaterpädagogin Daniela Herlyn-Kern den idealen Rahmen. Aus einer kleinen Idee machte sie eine Revue, schrieb das Drehbuch, studierte die Choreographien ein.

Tosender Applaus war der Lohn für die jungen Akteure, die stolz und selbstbewusst die Bühne verließen. Ganz im Sinne von Astrid Lindgren, wie auch Schulleiterin Silke Roth feststellte. „Sie sind heute über sich hinausgewachsen und haben sich nach zwei Generalproben nochmals gesteigert“, sagte sie zur überaus gelungenen Premiere. Seit Jahren ist kulturelle Bildung grundlegender Baustein der Schule. Mit der dritten Aufführung am Freitag, 10 Uhr, endet das Theater-, Tanz- und Musikprojekt. Es gibt noch Restkarten.

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