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Kamp-Lintfort: Randalierer verletzen Rettungskräfte

Kamp-Lintfort : Randalierer verletzen Rettungskräfte

Rettungskräfte und Polizisten werden immer öfter durch alkoholisierte Randalierer bedroht und verletzt.

Am Wochenende berichtete die Kreispolizei von Fällen in Kamp-Lintfort, Rheinberg und Wesel.

Kamp-Lintfort Am Sonntag gegen vier  Uhr randalierte ein 21-Jähriger an der Friedrichstraße. Zuvor hatte er den Inhaber eines Bistros angegriffen und zwei Gäste beleidigt. Polizeibeamte fesselten den stark Alkoholisierten und nahmen ihn zur Ausnüchterung in Gewahrsam. Auf dem Weg zur Wache leistete er erheblichen Widerstand und versuchte das Reizstoffsprühgerät eines Beamten zu greifen. Auch in der Wache beruhigte er sich nicht, trat und schlug nach dem Beamten. Er verletze zwei Polizisten.

Wesel Am Samstagabend hatte ein Weseler (36) im Heubergpark die Besatzung eines Rettungswagens der Feuerwehr angegriffen. Er stand nach Angaben der Polizei unter Einfluss von Alkohol und Drogen. Plötzlich und unerwartet reagierte der Mann aggressiv, trat und schlug wild um sich. Ein Brandmeister (23) wurde durch einen Tritt am Bein leicht verletzt.

Rheinberg In der Nacht auf Sonntag randalierten gegen Mitternacht drei Männer aus Weilerswist auf dem Schützenfest. Als die erheblich alkoholisierten Randalierer (22 bis 49 Jahre)  gebeten wurden, die Örtlichkeit zu verlassen, kam es zu einer Schlägerei. Fünf Personen verletzten sich. Polizeibeamte mussten die Gruppe trennen. Hierbei leistete ein Mann aus Weilerswist (22) Widerstand und verletzte einen Polizisten. Die Männer aus Weilerswist wurden in Gewahrsam genommen.

Rund 100 Fälle von Widerständen gegen Beamte tauchen pro Jahr in der Statistik der Kreispolizei auf. Alleine in den ersten sechs Monaten 2018 waren es um die 70, teilte eine Polizeisprecherin mit. Natürlich sei jede Tat eine zu viel. Allerdings, so die Sprecherin, würden die Beamten geschult und wüssten, wie man sich gegen Angreifer wehren könne. Schlimmer seien die Fälle, wo Feuerwehrkräfte beschimpft und körperlich attackiert würden. Thomas Verbeet, Chef der Weseler Feuerwehr. „Zwar haben wir hier noch nicht die Verhältnisse wie zum Teil im Ruhrgebiet, wo Rettungskräfte angepöbelt werden. Aber mittlerweile mischen sich immer öfter Passanten, oft unter Alkoholeinfluss, ein und fordern die Einsatzkräfte auf, schneller zu arbeiten.“