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Kamp-Lintfort: Panoramabad sucht Fachangestellte für Bäderbetriebe

Schwimmen in Kamp-Lintfort : Panoramabad sucht Fachangestellte für Bäderbetriebe

In Kamp-Lintfort fehlen die Fachkräfte, um die Öffnungszeiten im Bad abzudecken. Wetter und Corona führten zu Rückgängen bei den Besucherzahlen.

2021 verlief für das Panoramabad Pappelsee ziemlich mau: Zuerst musste das Hallenbad aufgrund der Pandemie ab dem 1. Januar geschlossen bleiben, im Sommer verhagelte schließlich das Wetter die Freibad-Saison gründlich. Im Hallenbad zählten die Mitarbeiter im ersten Halbjahr nur 2097 Besucher, einschließlich Schulen und Vereine, und verzeichneten im Vergleich zum Jahr 2020 mit seinen 18.221 Badegästen einen Besucherrückgang von 88 Prozent.

Erst ab Mitte April konnten wieder Kinderschwimmkurse angeboten werden, seit Anfang Juni dürfen Schulen und Vereine das Hallenbad wieder nutzen. Zeitgleich starteten die Aqua-Kurse wieder neu.

Auch die Freibad-Saison blieb weit hinter den Ergebnissen der Vor-Corona-Jahre zurück. Während das Panoramabad in Spitzensommern wie 2018 insgesamt 37.492 Besucher zählte, waren es von Mai bis August nur 10.737 Badegäste. Das Freibad hatte an 79 Tagen geöffnet, die durchschnittliche tägliche Besucherzahl belief sich auf 133. Die höchste Besucherzahl lag in diesem Jahr bei 747 Besuchern an einem Tag. Ursache war laut Stadtverwaltung nicht allein die Corona-Pandemie: „Auch wenn sich aufgrund von Corona nur höchstens 800 Besucher gleichzeitig im Freibad aufhalten durften, waren es in den Jahren zuvor, bei sonnig warmem Wetter bis zu 2500 Besucher am Tag“, teilt die Stadtverwaltung in einer Vorlage für den Betriebsausschuss Bad mit.

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„Besucherrückgänge aufgrund des Wetters vermeldeten aber viele Bäder aus dem näheren Umkreis“, heißt es weiter. Das Panoramabad finanziert sich jedoch nur zu einem kleinen Teil durch die Eintrittsgelder. Laut Erstem Beigeordneten Christoph Müllmann würden Verluste im Panoramabad durch die Gewinne der Stadtwerke kompensiert. Aktuell sucht die Stadt händeringend Fachangestellte für Bäderbetriebe, die die sechsköpfige Mannschaft im Panoramabad unterstützen. Unter anderem aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen fehlen die Retter am Beckenrand, um die Öffnungszeiten im Panoramabad abdecken zu können. Deshalb musste bereits das Frühschwimmen ausfallen, es kommt zu Sonntagsschließungen. Da die Fachkräfte jedoch auf dem Arbeitsmarkt rar sind, gibt es laut Müllmann Überlegungen, die Fachkräfte bei der Stadt selbst auszubilden.