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Kamp-Lintfort/Neukirchen-Vluyn: Wir sind die Gartenschau-Familie

Landesgartenschau in Kamp-Lintfort : Wir sind die Gartenschau-Familie

Sommer, Sonne, Laga, so das Motto von Familie Fechner-Arntzen. Sie ist die Gartenschau-Familie der Rheinischen Post. Am Sonntag machte sich die fünfköpfige Familie mit der Familiendauerkarte auf den Weg nach Kamp-Lintfort.

Ganz verschiedene Ziele hat sich Familie Fechner-Arntzen für ihren ersten Besuch der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort vorgenommen: den Streichelzoo und den Spielplatz wollen sie besuchen und eventuell zum Aussichtsturm hochfahren. „Wir wissen, es gibt viel zu gucken. Wir lassen uns überraschen“, sagt Bianca Fechner-Arntzen (36) vor dem ersten Besuch. Einen genauen Plan hat die Familie aus Neukirchen-Vluyn bewusst nicht gemacht. Spürbar ist bei ihrem Antrittsbesuch im Zechenpark jede Menge Vorfreude und Spannung. „Den Kindern haben wir Attraktionen versprochen und dass es auf der Gartenausstellung für sie viel zu erleben gibt. Es soll für uns alle eine Überraschung sein. Einfach ein Abenteuer“, sagt Vater Daniel (35) über die Fahrt ins Blaue.

 Abkühlung: Das Wasserspiel im Schatten des Förderturms .
Abkühlung: Das Wasserspiel im Schatten des Förderturms . Foto: Norbert Prümen

Schon gleich beim Betreten des Ausstellungsgeländes steuert die Patchworkfamilie in Richtung Kalisto, der Kamp-Lintforter Spiel- und Tieroase. Neugierig kommen die weißen Ziegen auf Lio (8), Yannick (7) und Malina (6) zugelaufen. Die Erdmännchen geben sich cool und lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Die Esel strahlen Gelassenheit aus, während die Hühner eher prüfen, ob die Familie etwas Futter parat hat. Schon der Besuch im Kalisto ist ein voller Erfolg und macht neugierig. Beispielsweise auf den Spielplatz oder die erste Verschnaufpause im Schatten. „Für Kinder wird so viel geboten. Wir haben längst nicht alles gesehen, sondern nur einen ersten Eindruck bekommen“, sagt Mutter Bianca.

 Ein Besuch im Tierpark Kalisto war ein Muss für die Kinder. Dort leben Ponys, Ziegen, Hühner und Erdmännchen.
Ein Besuch im Tierpark Kalisto war ein Muss für die Kinder. Dort leben Ponys, Ziegen, Hühner und Erdmännchen. Foto: Norbert Prümen
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Das Wasserspiel auf dem Quartiersplatz ist bei der sommerlichen Hitze eine willkommene Erfrischung. Jauchzend stürzen sich die Kinder auf die Wasserfontäne, kühlen sich ab, bevor es weitergeht. Beispielsweise zur Waldschule, wo es Interessantes über wildlebende Tiere zu erfahren gibt, oder zum Barfußpfad. Für Bianca und Daniel sind die verschiedenen Gärten und die blühenden Blumenbeete interessant. Fotos werden gemacht, um zuhause in Ruhe die üppige Blütenpracht nochmals zu begutachten und Anregungen für die nächste Beetgestaltung zu sammeln. „Die Kräuterschnecke fand ich gut. Wir haben so viele Ideen für unseren eigenen Garten bekommen. Gut gefallen haben uns die Mustergärten. Toll sind die mit einem Schwimmbecken“, sagt Bianca, die auf der Laga ihren Geburtstag feierte.

Für Daniel ist die Möglichkeit der Beratung durch Fachleute aus direkter Nähe wichtig. Gezielt will er sie ansprechen, so das Fazit des 35-Jährigen. Zusammen schlendern sie über das Gelände, machen einen Stopp im Restaurant, lassen es sich in den angebotenen Hängematten gut gehen. Der Besuch der Blumenhalle folgt. Am frühen Nachmittag treten sie die Heimreise an. Die Köpfe sind voller Eindrücke und Erlebnisse. Zuhause sortieren sie die Fahrt ins Blaue, überlegen, was am besten gefallen hat. „Wir fanden die Angebote für die Kinder toll. Vor allem ist das Gelände übersichtlich, so dass wir die Kinder gut im Blick hatten“, sagt Bianca. Wünschenswert wären mehr Schattenplätze. 3,50 Euro für eine 05,l Flasche Wasser sei teuer, so ihre Kritik. Vater Daniel plant für die Familie nun einen Besuch im Lehrstollen der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition und eine Fahrt auf die Aussichtsplattform des Förderturms von Schacht I, um sich den weiten Niederrhein bei klarer Sicht anzusehen. „Dann werden wir nochmals alleine zur Laga fahren, um die Gärten in Ruhe anzusehen, werden Abendveranstaltungen besuchen oder am Abendmenü im Lufre teilnehmen“, so der Plan des 35-Jährigen über künftige Laga-Unternehmungen. Die Kinder setzen andere Prioritäten. „Den Streichelzoo fand ich gut“, sagt Malina. Lio gefiel der Wasserpark mit den Wasserspielen am besten. Yannick schwärmt von den Hängematten. Ihr Fazit: „Wir wollen nochmals zur Laga.“

www.kamp-lintfort2020.de