Kamp-Lintfort: Neuer Pflegedirektor am St.-Bernhard

Pflege in Kamp-Lintfort : Neuer Pflegedirektor am St.-Bernhard

Staffelübergabe: Willi van Stiphoudt, Pflegedirektor am katholischen Krankenhaus in Kamp-Lintfort, geht am 1. Januar in den wohlverdienten Ruhestand. Seine Nachfolge tritt Clemens Roeling an. Auch er kennt das Hospital sehr gut.

Nach 35 Jahren Zugehörigkeit zum St.-Bernhard-Hospital geht Pflegedirektor Willi van Stiphoudt am 1. Januar in den wohlverdienten Ruhestand. Seine Nachfolge tritt Clemens Roeling an, ebenfalls ein „Bernhardiner“, wie die Mitarbeiter des katholischen Krankenhauses gern genannt werden. „Wir sind stolz, einen kompetenten Nachfolger aus unseren eigenen Reihen nun zum Pflegedirektor ernennen zu können und danken Herrn van Stiphoudt von ganzem Herzen für seinen unermüdlichen Einsatz“, betonen die Geschäftsführer Conrad Middendorf und Josef Lübbers.

Sowohl der scheidende als auch der kommende Pflegedirektor starteten 1984 im St.-Bernhard-Hospital in Kamp-Lintfort. Willi van Stiphoudt seinerzeit als Leiter, um die Anästhesiepflege auf- und auszubauen, Clemens Roeling als Pflegeschüler. Umfangreiche Fort- und Weiterbildungen sowie Kompetenz und Persönlichkeit kennzeichneten den Berufsweg beider. Zuletzt wurde Willi van Stiphoudt – nach dem Weggang seiner Vorgängerin Schwester M. Otgundis im Jahr 2012 – vom stellvertretenden zum Pflegedirektor ernannt und Clemens Roeling wurde sein Stellvertreter.

Willi van Stiphout hatte sich als Schwerpunkt seiner Tätigkeit die „Primäre Pflege“ auf die Fahne geschrieben: Dabei hat der Patient eine Pflegeperson als zentralen Ansprechpartner. Clemens Roeling wird es durch stetig wachsenden Fachkräftemangel in den nächsten Jahren nicht einfach haben. „Meine größte Herausforderung wird es sein, die Versorgung der Patienten auf dem hohen pflegerischen Niveau zu halten, das wir hier haben“, umreißt er seine zukünftigen Aufgaben.

Hilfestellung bekommt er dabei neben seinem Team durch die Katholische Bildungsakademie Niederrhein, in der junge Menschen für Pflegeberufe ausgebildet werden. „Aber es zählt nicht nur, neue Mitarbeiter zu gewinnen – auch vorhandene müssen wir weiter begeistern“, macht er klar.

Erfahrung als Pflegedirektor bringt Clemens Roeling mit: Zwei Jahre war er als solcher bereits parallel im ebenfalls zur St. Franziskus-Stiftung Münster gehörenden St.-Irmgardis-Krankenhaus Süchteln im Einsatz. Willi van Stiphout hatte diese Zusatzaufgabe vier Jahre lang im Meerbuscher Stiftungshaus, dem St.-Elisabeth-Hospital, übernommen.

Auch wenn nun eine Ära zu Ende geht, so ganz kann und wird Willi van Stiphoudt seinen bisherigen Aufgaben nicht den Rücken kehren. Er engagierte sich bisher ehrenamtlich für den katholischen Pflegeverband im Pflegerat NRW. Dort will er dazu beitragen, dass eine Pflegekammer als berufsständische Vertretung von Pflegenden aufgebaut wird. Eine Aufgabe, die er auch weiterhin mit großem Engagement erfüllen wird.