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Kamp-Lintfort: Neuer Juso-Chef möchte für Politik begeistern

Junge Politik in Kamp-Lintfort : Neuer Juso-Chef möchte für Politik begeistern

Jakob Dietl ist neuer Vorsitzender der Jusos in Kamp-Lintfort. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern möchte er junge Menschen für die Politik begeistern. Erste Aktionen sind in Planung.

Jakob Dietl hat sich für die Politik und für die SPD entschieden. Mit 16 Jahren stieg er bei den Jusos in Kamp-Lintfort ein, mit 18 Jahren trägt er jetzt als neuer Vorsitzender entscheidend zur Neugründung der Jugendorganisation der Sozialdemokraten in der Hochschulstadt bei. In den vergangenen Jahren war die Fluktuation groß: Viele Mitglieder wechselten von der Schule in den Beruf oder ins Studium. Heute gehören den Jusos in Kamp-Lintfort fünf Politik interessierte junge Menschen zwischen 15 und 32 Jahren an. Es sollen wieder mehr werden. Und Jakob Dietl hat als Vorsitzender schon einen Plan, wie das funktionieren kann.

„Wir aktivieren unseren Facebook-Account und wollen auch auf Instagram aktiv sein, weil dort viele junge Leute unterwegs sind. Wir planen außerdem gemeinsame Aktionen“, betont der 18-jährige Kamp-Lintforter, der im Frühjahr das Abitur am Georg-Forster-Gymnasium bestand und im Anschluss eine Ausbildung zum Pharmazeutisch-Technischen Assistenten (PTA) aufnahm. In Kontakt zur SPD kam Jakob Dietl schon in Kindertagen. Damals lernte er Birgit Ullrich kennen. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende gehört damals schon dem SPD-Ortsverein an und nahm Jakob Dietl mit zu ersten Veranstaltungen. „Ich habe zum Beispiel geholfen, Plakate aufzuhängen“, erinnert sich Dietl, der nach seiner Ausbildung gerne Pharmazie studieren möchte. Mit 16 Jahren meldete er sich bei den Jusos an, ein Jahr später trat er in der SPD ein.

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„Meine Eltern begrüßen es, dass ich mich engagiere. Und ich möchte etwas für die jungen Leute in der Stadt tun“, erzählt er. Der SPD-Vorstand fragte ihn schon früh, ob er sich bei den Jusos nicht stärker engagieren wolle. Es fehlen die jungen Leute in der Partei. „Ich wollte aber erst das Abitur machen und den Schustress hinter mir lassen“, erzählt Dietl. Er möchte die jungen Kamp-Lintforter für die Politik begeistern. Keine leichte Aufgabe. „Das politische Interesse ist leider nicht so groß. In meiner alten Stufe gab es nur wenige, die sich engagiert haben. Politik ist halt nicht jedermanns Sache. Ich glaube aber daran, dass man etwas bewegen kann.“ In seinem Freundeskreis habe er nur positive Reaktionen auf sein politisches Engagement erhalten, berichtet er. Dietl, der in seiner Freizeit Basketball spielt, weiß aus eigener Erfahrung, was Jugendlichen in der Hochschulstadt fehlt: „Gut, es gibt jetzt ein Kino, aber das Angebot an Freizeitaktivitäten und die Shopping-Möglichkeiten sind eher uninteressant für junge Leute. Es fehlen attraktive Geschäfte.“

Ein Jugendzentrum, das Jugendliche tatsächlich anspricht, ein Bowling- oder Trampolinangebot kann sich der 18-Jährige gut vorstellen. „Die Hochschule zieht junge Menschen in unsere Stadt. Denen müssen wir mehr anbieten, gerade was die Freizeitgestaltung betrifft“, sagt er. Die Jusos treffen sich einmal im Monat, um sich miteinander auszutauschen und gemeinsame Aktionen zu planen. Um sich bekannt zu machen, gibt es bereits die Überlegung, das traditionelle Waffelbacken des Ortsvereins zu übernehmen als Werbeaktion für die SPD-Jugendorganisation, und um Kontakt zu interessierten Jugendlichen zu bekommen. Mitte November tagt außerdem die Kreisjusoskonferenz in der SPD-Mitmachzentrale an der Freiherr-vom-Stein-Straße. Jakob Dietl freut sich darüber, dass der SPD-Vorstand ihm und seinen Mitstreitern Unterstützung beim Wiederaufbau der Jusos in Kamp-Lintfort zugesagt hat. „Alle in der Partei wünschen sich, dass es wieder eine aktive Gruppe gibt.“ Aktuell verfolgt er die laufenden Koalitionsverhandlungen in Berlin. Er kann es sich gut vorstellen, sich politisch noch stärker zu engagieren und sich 2025 um ein Ratsmandat im Kamp-Lintforter Stadtrat zu bewerben – wenn es die Ausbildung zum Pharmazeutisch-Technischen Assistenten und das angepeilte Pharmaziestudium denn zeitlich auch zulassen.

Wer sich auch gerne bei den Jusos in Kamp-Lintfort engagieren möchte, kann sich bei Jakob Dietl melden. Seine E-Mail-Adresse lautet jakob.dietl@viktor-apotheke.de