Kamp-Lintfort: Neue Leiterin für Arbeitskreis Demenz

Kamp-Lintfort : Neue Leiterin für Arbeitskreis Demenz

In Kamp-Lintfort existiert seit zehn Jahren ein Arbeitskreis, der Vorträge, Ausstellungen und Tanzcafénachmittage anbietet. Das Programm für das nächste Jahr ist gerade in Arbeit.

Regelmäßig öffnet die Tanzschule Wille an der Eyller Straße ihre Räume fürs Tanzcafé. Es richtet sich an Menschen, die an Demenz erkrankt sind, und ihre Angehörigen. 50 Frauen und Männer nahmen im September teil. „Es kommen aber längst nicht nur Demenzerkrankte und ihre Angehörige‘“, erzählt Sarah Schürmann. „Immer ist auch ein Ehepaar dabei, das einfach nur tanzen will. Es ist schön, wenn sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigung treffen, wenn sie sich austauschen. Besucher des Tanzcafés reisen auch aus der Umgebung an, zum Beispiel aus Moers, Neukirchen-Vluyn oder Issum. So ein Angebot ist mir sonst nicht bekannt“, betont sie. Der Arbeitskreis Demenz, den die Pflegeberaterin der Stadt Kamp-Lintfort seit einem Jahr leitet, koordiniert das Tanzcafé, um diesen Austausch fördern.

Ziel ist des Arbeitskreises Demenz ist, die tägliche Situation in der ambulanten und stationären Pflege bekannter zu machen. Es geht um mehr Wertschätzung. Auch will er für die demenziellen Erkrankungen sensibilisieren, zum Beispiel durch Ausstellungen. „Menschen sollen frühzeitig über demenzielle Erkrankungen sprechen“, sagt die 32 Jahre alte Pflegeberaterin mit Bachelorabschluss. „Sie sollen nicht erst kommen, wenn es sehr spät ist. Dann können sie im Vorfeld Netzwerke kennen lernen. Das hilft Ihnen.“

Der Arbeitskreis macht entsprechende Angebote. Dazu zählt das Tanzcafé in der Tanzschule Wille, zu dem im Januar, März, Mai, Juli, September, November und Dezember eingeladen wird, immer an einem Mittwoch der Monatsmitte von 14.30 und 16 Uhr. „Wir sprechen gerade die Termine für 2020 ab“, sagt Sarah Schürmann. „Ende November stehen sie.“ Weitere Angebote des Arbeitskreises sind Vorträge. Zwei Vorträge will die Pflegeberaterin 2020 selbst halten, einen zum Thema „Risiko erkannt, Sturzgefahr gebannt“ und einen zum Thema „Gute Pflege und wie sie gelingt“. Der Arbeitskreis denkt über zwei weitere Vorträge nach. „Auch hier stehen Ende November Vorträge und Termine fest“, sagt Sarah Schürmann. Ob der Arbeitskreis erneut zu einer Ausstellung einlädt, wie zurzeit zur Fotoausstellung „Gute Pflege hat ein Gesicht in Kamp-Lintfort“ in der Mediathek, ist noch nicht bekannt. Die Pflegeberaterin kennt keinen vergleichbaren Arbeitskreis in den umliegenden Städten und Gemeinden. „Er ist in der näheren Region einmalig. Anfang 2020 wird er zehn Jahre alt.“ Dem Arbeitskreis gehören an: Caritasverband Moers-Xanten (Hedwighaus und Seniorenhaus St. Josef), Sozialwerk St. Georg (Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte im Gestfeld und Pflegedienst Alpha), Friederike-Fliedner-Haus, St. Bernhard Hospital, AWO (Seniorenzentrum Markgrafenstraße), Grafschafter Diakonie, Lintforter Turnverein, Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz sowie Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen.

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