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Kamp-Lintfort: Melodien aus Oper und Operette im Schatten des Kloster Kamp

Musik in Kamp-Lintfort : Melodien aus Oper und Operette im Schatten von Kloster Kamp

Musik in einer schönen Atmosphäre erlebten die Zuhörer im Rahmen des Kamp-Lintforter Kultursommers - trotz der notwendigen Corona-Abstandsregeln. Einige Besucher brachten sogar eigene Stühle mit.

Der Kamp-Lintforter Kultursommer ist am Sonntag unter dem Titel „Summertime“ mit einer bunten Mischung aus klassischen Opern- und Operetten-Melodien, bekannten Musical-Songs und überwiegend französischen Chansons in die dritte Runde gestartet. Wie schon die erste Veranstaltung mit dem Jazz-Trio „Manukai“ fand auch dieses Konzert auf dem Abteiplatz auf dem Kamper Berg statt. Es galten die Corona-Abstandsregeln. Biergarten-Bänke sorgten für den Abstand der Zuhörer untereinander. Einige der überwiegend älteren Besucher hatten vermutlich aus Bequemlichkeitsgründen dennoch ihre eigenen Stühle mitgebracht, blieben damit allerdings ebenfalls auf Abstand. Entsprechend entspannt war die Atmosphäre, als um Punkt 18 Uhr Pianist Jan Weigelt das fast dreistündige Konzert eröffnete.

Norbert Knabben begrüßte als langjähriger Organisator die Besucher, trat diesmal aber in erster Linie als Sänger in Erscheinung. Jan Weigelt und Knabben treten schon seit vielen Jahren als fester Teil des Ensembles „Canto Melodia“ beim Kamp-Lintforter Kulursommer auf. Sie wurden an diesem Abend von der Kölner Sopranistin Claudia Groß und ihrer in Duisburg heimischen Mezzo-Sopran-Kollegin Melanie Zink musikalisch unterstützt.

Wie immer bestand die erste Konzerthälfte zunächst aus klassischen Opernmelodien, wie zum Beispiel aus dem von Melanie Zink gesungenen „Baci baci“ aus Mozarts „Figaro“ und dem Duett „Reich mir die Hand mein Leben“ auf Italienisch aus „Don Giovanni“ mit Claudia Groß und Norbert Knabben, wobei sich die beiden trotz zweier corona-bedingter Armlängen Abstand und Knabbens vorheriger Ansage „Es wird nicht gekuschelt.“ hingebungsvoll anhimmelten. Es folgten weitere Arien aus verschiedenen Opern und als Einleitung zur Pause schließlich das von Peter Alexander in dem Film „Im weißen Rössl“ unsterblich gemachte Lied „Es muss was Wunderbares sein, von dir geliebt zu werden“.

Knapp 20 Minuten später ging es dann im zweiten Teil des Konzertes mit Operetten- und Musical-Melodien und französischen Chansons weiter. „Das ist einfach immer wieder schön, hier draußen zu sitzen und sich die Musik anzuhören“, freute sich eine Besucherin, die an diesem Abend mit drei Feundinnen gekommen war und sich gut unterhielten ließen. „Wir sind jedes Jahr hier. Diesen Abend lassen wir uns nicht entgehen, und das Wetter hat diesmal auch wieder mitgespielt.“

Die nächste Veranstaltung im Rahmen des diesjährigen Kamp-Lintforter Kultursommers findet am Sonntag, 9. August, wieder auf dem Abteiplatz im Schatten des Klosters Kamp statt. Dann lädt dort ab 18 Uhr das „Ensemble Nahtlos“ zu einem geselligen Mitsingabend ein. Der Besuch ist wie immer kostenlos. Die Agentur Kanon kuratiert den Kamp-Lintforter Kultursommer.