1. NRW
  2. Städte
  3. Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort: Linksfraktion legt ein eigenes Spielplatz-Konzept vor

Stadtentwicklung in Kamp-Lintfort : Linksfraktion legt ein eigenes Spielplatz-Konzept vor

Der Vorschlag der Fraktion sieht für die neun identifizierten Flächen eine Mischung aus Verkauf, Erhaltung und Aufwertung vor. Das sind die Pläne im Einzelnen.

Nach ihrer Kritik am Verwaltungsvorschlag, nicht mehr benötigte Spielplätze aufzugeben und zu veräußern, legt die Linksfraktion zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag, 25. Mai, ein eigenes Konzept für die neun Flächen vor. Den Antrag will die Fraktion als Alternative zum reinen Verkauf der Stadtverwaltung verstanden wissen.

 Patrick Kuhs ist bildungspolitischer Sprecher der Fraktion.
Patrick Kuhs ist bildungspolitischer Sprecher der Fraktion. Foto: Linke Kamp-Lintfort

„Mit diesem Konzept machen wir allen Fraktionen ein gutes Angebot, um die Spielflächen für Kinder zu erhalten, anstelle diese zu verkaufen und zu bebauen. Eine gesunde Mischung aus Verkauf, Erhaltung und Aufwertung ist aus unserer Sicht genau das Richtige, um alle Seiten zufrieden zu stellen“, erklärt Patrick Kuhs, bildungspolitischer Sprecher der Linksfraktion, die Idee. Die Linksfraktion habe alle Standorte persönlich besucht und sich ein eigenes Bild zur Situation gemacht. „Als ein gutes Beispiel möchte ich den Standort Zeisigweg nennen. Dieser wird durch die Anwohner genutzt und ist ein Nachbarschaftstreffpunkt. Durch Gespräche vor Ort ist deutlich geworden, dass dieser Standort nicht aufgegeben werden soll, so wie es die Verwaltung plant, sondern eher eine Aufwertung von Nöten ist,“ erklärt Kuhs. Einen genereller Verkauf der Flächen werde es mit der Linksfraktion nicht geben, denn genutzter öffentlicher Raum gehört weiterhin in öffentlicher Hand und nicht in Privatbesitz, bekräftigte er noch einmal. „Um den Haushalt zu sanieren, sind aus unserer Sicht die vielen schönen Spielplätze nicht wirklich geeignet. Da sollten die Stadtverwaltung und die SPD-Fraktion mehr Fantasie entwickeln, um anders an das Problem heranzugehen. Die Haushaltslage auf Kosten der Bürger kurzfristig zu retten, ist nicht der richtige Weg. Deshalb appellieren wir an alle Befürworter der Drucksache: Stimmt für unseren Antrag, um eine gesunde Mitte von allen zu finden und gegen den radikalen Ausverkauf öffentlichen Spielflächen“, fordert Kuhs. Und so sehen die Vorschläge der Linksfraktion aus. Spielplatz Cambraistraße: Das Grundstück könne veräußert werden. Paulstraße: Der Verbleib des Grundstückes soll wie in der Drucksache zugestimmt werden, Vinnstraße: Der Spielplatz solle zurückgebaut werden, um dort eine Grünfläche zu gestalten. Ahornstraße: Der Standort solle erhalten bleiben. Dazu sollen die Spielgeräte erweitert oder ausgebessert werden. Die weitere Grünfläche sollte aufgewertet werden. Lange Straße: Das Grundstück könne veräußert werden. Bürgermeister-Schmelzing-Straße: Der Standort solle erhalten und aufgewertet werden. Schulstraße: Der Spielplatz müsse erweitert werden. Elsterstraße: Das Grundstück könne verkauft werden. Zeisigweg: Der Standort solle erhalten und aufgewertet werden.