Energiewende am Niederrhein Die Lineg will Wärme aus Abwasser gewinnen

Kamp-Lintfort · Die Genossenschaft mit Sitz in Kamp-Lintfort will bei der Energiewende weiter vorne mitmischen und hat bereits Gespräche mit kommunalen Energieversorgern aufgenommen, um sich bei der kommunalen Wärmeplanung mit Abwasser einzubringen.

Volker Kraska ist Vorstand der Linksniederrheinischen Entwässerungsgenossenschaft (Lineg).

Volker Kraska ist Vorstand der Linksniederrheinischen Entwässerungsgenossenschaft (Lineg).

Foto: Marc Albers

„Über den Gullydeckeln steigt warme Luft auf“, erzählt Volker Kraska. „Abwasser ist warm, weil sowohl aus der Dusche als auch aus der Spülmaschine und aus der Waschmaschine warmes Wasser fließt. Es sind zwar nur 15 bis 17 Grad. Aber es ist Wärme, die sich nutzen lässt.“ Der Vorstand der Lineg hat jetzt erste Gespräche mit der Enni in Moers und den Stadtwerken in Kamp-Lintfort geführt, um die Wärme des Abwassers für die Fernwärme zu nutzen.