Hilfsaktion in Hoerstgen Lebensmittel-Spenden für die Ukraine

Kamp-Lintfort · Pfadfinder und Mitglieder der Freien evangelischen Gemeinde Hoerstgen hatten zur Spendenaktion aufgerufen. 439 Pakete zum (Über-)Leben konnten sie am Samstag schnüren. Aktionsort war Edeka Wendorf an der Parkstraße.

 Die Freie evangelische Gemeinde Hoerstgen und Edeka Wendorf organisierten die  Lebensmittelhilfe für die Ukraine.

Die Freie evangelische Gemeinde Hoerstgen und Edeka Wendorf organisierten die  Lebensmittelhilfe für die Ukraine.

Foto: Norbert Prümen

„Ein Teil mehr tut nicht weh“, ist auf einem der Plakate vor dem Edeka-Wendorf Standort in Kamp-Lintfort zu lesen. Vor allem nicht, wenn der Zielort der Lebensmittel das ukrainische Kriegsgebiet oder die Grenzgebiete der Nachbarländer sind, die für die Flüchtlinge aus der Ukraine sorgen. Die Freie evangelische Gemeinde (FeG) Hoerstgen möchte auch helfen und hatte für Samstag zur Spendenaktion von Lebensmitteln aufgerufen. Die angegliederte Auslands- und Katastrophenhilfe vom Dachverband der Freien evangelischen Gemeinden sorgt für den Weitertransport.

Hannah, Simone und Finnja packen Lebensmittel wie Speiseöl, Weizenmehl, Nudeln, Zucker, Reis und Multivitamin-Tabletten nach Liste in die vorbereiteten Kartons. ‚Paket zum Leben‘ lautet die Aufschrift. „Eine tolle Aktion. Mitzuhelfen ist für uns eine Selbstverständlichkeit“, erklären die Jugendlichen. Die Pfadfinder erklären im Eingangsbereich des Lebensmittelmarktes, wofür gesammelt wird. Dabei entwickeln sich immer wieder Gespräche zwischen Jung und Alt. Vor allem die ältere Kundschaft berichtet über eigene Kriegserfahrungen oder über die in ihren Familien.

Karton um Karton wird seit den Morgenstunden gepackt und aufgestapelt. Mehr als 100 sind es bereits nach kurzer Zeit. 500 lautet die Zielmarke. Hinzu kommen weitere Palettenlieferungen, für die die Kamp-Lintforter Geschäftswelt gesorgt hat und die entsprechend umgepackt werden. „Was hier abgeht, ist der Wahnsinn“, freut sich Andreas Böckler vom Orga-Team. Zusammen mit Gisela Spickermann begleitet er die Aktion. Noch in der letzten Woche konnte die Auslands- und Katastrophenhilfe mit einem Konvoi an Hilfsgütern direkt in die Ukraine fahren. Jeweils Ware im Wert von zehn Euro befindet sich in den Kartons zum Leben. „Wir haben eine sehr positive Resonanz auf unsere Aktion“, sagt Andreas Böckler. Entweder spenden Kunden für den Einkauf Geld oder kaufen direkt die gewünschten Lebensmittel. „Wir packen nach einer EU-Liste inhaltsgleich in die zertifizierten Kartons, so dass sie den Einreisebestimmungen entsprechen“, sagt Andreas Böckler zu den Vorgaben.

Das Edeka Wendorf-Team hat eine Aktionsfläche mit Lebensmitteln im Geschäft aufgebaut. Pfeile in den ukrainischen Nationalfarben führen direkt dorthin. Carina, stellvertretende Stammesführerin der Pfadfinder Hoerstgener Eisvögel, ist Ansprechpartnerin. „Richtig cool“, findet Laura vom Pfadfindernachwuchs die Aktion. „Mitpacken und mithelfen. Wir geben für diese Aktion alles und wollen helfen, das Leid der Menschen in der Ukraine zu lindern. Es tut einfach gut, helfen zu können“, sagt Carina. Mit Edeka Wendorf besteht seit zehn Jahren eine Hilfskooperation. „Kartons packen ist im Moment das einzig Konkrete, was wir tun können“, sagt Gisela Spickermann.

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