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Kamp-Lintfort: Laga hat Strahlkraft für die wir4-Städte

Wirtschaftsförderung auf der Landesgartenschau : Laga hat Strahlkraft für „wir4“-Städte

Der Pavillon der gemeinsamen Wirtschaftsförderung von Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg stößt bei Laga-Besuchern auf Resonanz. Digitalisierungsprojekte und eine Fachkräftekampagne stehen jetzt im Fokus.

Links ein gestricktes Tipi, rechts ein digitaler Bienenkorb, rund herum die eigens für die Gartenschau gezüchtete Begonie „Kallis Sonnenschein“: Am Pavillon der wir4-Wirtschaftsförderung lernen Besucher der Landesgartenschau auf nur wenigen Ausstellungsquadratmetern die kreative Vielfalt einer ganzen Wirtschaftsregion kennen: „wir4“ – das sind die vier Städte Moers, Kamp-Lintfort, Rheinberg sowie Neukirchen-Vluyn, deren Zusammenarbeit sich nicht nur auf die Ansiedlung und Betreuung von Unternehmen in der Region beschränkt.

Mit vielen Aktionen rund um den Pavillon wollen die „wir4“-Städte zeigen, was sie alles zu bieten haben. Die Besucher erhalten Informationen über Wirtschaft und Tourismus der vier Städte. Es finden Talkrunden mit Gästen aus Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft, aber auch Gespräche mit Unternehmern statt. Es wurden wöchentlich stattfindende Formate entwickelt. Auch Mitmach-Angebote wie Zumba und Origami laden die Besucher ein, sich ein Bild zu machen.

Am Donnerstag zogen die Bürgermeister der „wir4“-Städte ein erstes Fazit des gemeinsamen Projekts und zeigten sich erfreut über die positive Resonanz und das Interesse der Gartenschau-Besucher für Kamp-Lintforts Nachbarstädte. Der Moerser Bürgermeister Christoph Fleischhauer ging davon aus, dass die Präsenz von „wir4“ auf der Laga nachhaltig positiv sein wird: „Das hat Strahlkraft für die ganze Region.“ Harald Lenßen und Frank Tatzel, die Bürgermeister von Neukirchen-Vluyn und Rheinberg, freuten sich über die positive Wahrnehmung der Besucher in ihren Stadt-Wochen. In dieser Zeit steht jeweils eine der Städte im Mittelpunkt und darf für sich werben: Moers ist im September dran, auch Neukirchen-Vluyn nutzt dann noch einmal die Gelegenheit. Entstanden ist der „wir4“-Pavillon in gemeinsamer Planung, Gestaltung und Finanzierung der vier Städte.

„Durch unsere guten Kontakte zu den Unternehmen in der Region ist es zum Beispiel gelungen, im Rahmen eines Azubi-Projektes, an dem verschiedene Firmen beteiligt waren, viele Arbeiten am Pavillon ausführen zu lassen“, erklärte Brigitte Jansen, Vorstand der „wir4“-Wirtschaftsförderung, am Donnerstag. Sie findet, der Pavillon schaffe einen idealen Rahmen, um die Wirkung der interkommunalen Wirtschaftsförderung für die Öffentlichkeit darzustellen.

In den nächsten Wochen stehen mehrere neue Projekte im Fokus: So wurde gemeinsam mit dem Netzwerk für Ausbildung und Beschäftigung eine Fachkräftekampagne gestartet. Unternehmer erhalten die Möglichkeit, im Pavillon Steckbriefe mit Arbeits- und Ausbildungsangeboten zu installieren. Besucher können dort ihre Stellengesuche abgeben. Es ist der Versuch, die Messe „Connect me“ zu kompensieren, die in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht in Kamp-Lintfort stattfinden kann.

Das Thema Digitalisierung wird auf dem Gelände der Landesgartenschau mit einem Bienenkorb für die Besucher erlebbar gemacht. Dieser wurde von Mobile Communication Cluster (MCC), einem Partner im „wir4“-Netzwerk, entwickelt. Die Sensortechnik zum Messen der hygienischen Bedingungen innerhalb des Bienenkorbs mit der Übertragung der Daten auf einen Monitor soll aufzeigen, was Digitalisierung bedeuten und auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen leisten kann.

Die „wir4“-Städte und viele Unternehmen wollen außerdem die Veranstaltungsreihe „wir4Business & Kultur vor Ort“ mit einem bunten Programm füllen.