Kamp-Lintfort: Künstler öffnen ihre Ateliers 

Kultur in Kamp-Lintfort : Lintforter Künstler öffnen ihre Ateliers

Premiere für Kamp-Lintfort: Neue Künstler-Gruppe startet am 21. und 22. September eine erste gemeinsame Aktion.

Malerei, Bildhauerei, Fotografie – erstmals präsentiert sich die Vielfalt des künstlerischen Schaffens in Kamp-Lintfort an einem Wochenende. 13 Künstler öffnen am Samstag, 21. September, und am Sonntag, 22. September, jeweils von 12 bis 18 Uhr ihre Ateliers für ein interessiertes Publikum. Sie haben sich erst vor drei Jahren zur Gruppe „KünstLer“ zusammengeschlossen, wobei das K für Kamp steht, das L für Lintfort. Die Idee zu diesem Zusammenschluss hatte seinerzeit Künstlerin Maria Lehmbrock. „Wir hatten bis dahin alle schon mal voneinander gehört, aber noch nichts gemeinsam gemacht“, berichtet Michaela Vahrenholt. Sie führt an der Mühlenstraße 210 eine Kunstschule. Dort befindet sich auch ihr Atelier.

Barbara Ziebuhr. Foto: Anja Katzke

Anlass für den Zusammenschluss ist die Landesgartenschau 2020, an der sich die Kamp-Lintforter Künstler gerne mit eigenen Kunst-Beiträgen beteiligt hätten. Sie hatten sich bereits während der Bewerbungsphase eingebracht. „Die Gebäude und Pavillons, die auf dem Gartenschau-Areal entstehen, sind jedoch leider nicht für unsere Kunstwerke geeignet“, sagt Vahrenholt. „Und so kam irgendwann die Frage auf: Warum öffnen wir nicht alle unserer Ateliers an einem Wochenende?“ Es wurde ein gemeinsamer Termin gefunden, an dem alle Zeit haben, die Flyer sind bereits gedruckt und liegen im Stadtgebiet aus. Das Kulturbüro der Stadt unterstützt die Gruppe. Schade nur, dass sich am selben Wochenende auch die Moerser Ateliers öffnen werden. Die Premiere der „Offenen Ateliers“ in Kamp-Lintfort lässt sich auf jeden Fall gut mit einer Fahrradtour verbinden. Auf der Rückseite des Flyers findet sich ein Stadtplan, auf dem alle Atelier-Standorte eingezeichnet sind. „Alle beteiligten Künstler haben ihren Aktionsbereich in Kamp-Lintfort“, sagt Vahrenholt. Es beteiligt sich Bildhauerin und Kunsttherapeutin Barbara Lübbehusen. Mit dabei sind außerdem Edelgard Wittkowski, Harald Gayk, Bildhauer Jörg Winke, Maria Lehmbrock, Andrea Willicks, Fotograf Frank Reinert, Barbara Ziebuhr, Elke Munse, Andrea Much, Anne Schary und Heike Wirtz, die ihre „Kleine Kunsthalle“ an der Wilhelmstraße in Kamp-Lintfort öffnen wird.

Frank Reinert. Foto: Dieker, Klaus (kdi)
Andrea Much. Foto: Bettina Engel-Albustin / fotoage
Heike Wirtz. Foto: Christoph Reichwein (crei)/Reichwein, Christoph (crei)

„Frank Reinert stellt seine Fotos im Atelier von Andrea Willicks an der Stephanstraße 36 aus, weil er kein eigenes Atelier hat“, erläutert Michaela Vahrenholt. Sie selbst gibt in ihrem Atelier unter anderem dem Bildhauer Jörg Winke, der Bronze-Skulpturen schafft, am Wochenende vom 21. und 22. September ein Obdach. Michaela Vahrenholt freut sich schon auf die ersten „Offenen Ateliers“ in Kamp-Lintfort. Weitere gemeinsame Aktionen sind angedacht: „Die Gruppe befindet sich ja noch im Aufbau. Es muss alles noch anlaufen.“ Eine erste große Gemeinschaftsausstellung ist aber schon realisiert. Aktuell präsentieren sich die 13 Künstler bis Dezember im Friederike-Fliedner-Haus an der Ringstraße 99. „Wir dürfen das Haus als Dauerausstellungsort nutzen“, berichtet Michaela Vahrenholt.

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