Kamp-Lintfort: Kraftzentrale versorgt Häuser mit Strom und Wärme

Energie in Kamp-Lintfort : Kraftzentrale versorgt Häuser mit Strom und Wärme

Anfang 2018 begann die Deutsche Reihenhaus AG aus Köln, im Gestfeld 36 Häuser zu bauen. 23 sind mittlerweile fertiggestellt, um ab der nächsten Woche von den Eigentümern bezogen zu werden. Mit Wärme und Strom versorgt werden diese Häuser durch eine Technikzentrale.

Diese wurde am Donnerstag von Bürgermeister Christoph Landscheidt eingeschaltet, als er auf einen roten Knopf drückte.

In der Technikzentrale steht ein Blockheizkraftwerk. Dessen Herz ist ein Ottomotor, der auf Gasbetrieb umgebaut wurde. Betrieben wird er von der OVE, der Objektversorgung mit rationellem Energieeinsatz aus dem ostwestfälischen Bad Rothenfelde. „Die Anlage erzeugt 20 Kilowatt elektrische und 48 Kilowatt thermische Leistung“, erläuterte Technikleiter Alexander Grafe. „Sie deckt den Strombedarf zu 80 Prozent ab, wie den Wärmebedarf zu 80 Prozent.“ Die fehlenden 20 Prozent Strom kauft die OVE dazu. Die fehlenden 20 Prozent Wärme erzeugt sie selbst über einen Gasbrennwertkessel. Von der Technikzentrale, die die Größe eine Garage hat, fließen Strom und Warmwasser zu den Reihenhäusern, die auf 8000 Quadratmeter zwischen dem Agnes-Miegel-Weg und Uhlandweg liegen. „Es ist eine zentrale Versorgung wie in einem Mehrfamilienhaus“, sagt Deutsche-Reihenhaus-Bereichsleiter Alexander Stecher-Geldermann. „Das ist effizient und kostengünstig.“

Die Deutsche Reihenhaus AG rechnet damit, in den nächsten Monaten die weiteren 13 Gebäude zu errichten, um so in Kamp-Lintfort 7,5 Millionen Euro ausgegeben zu haben. „Von den 23 fertigen Häusern sind die meisten verkauft“, sagt Deutsche-Reihenhaus-Mitarbeiter Paolo Granvillano. Ein Reihenmittelhaus mit 120 Quadratmetern koste ab 205.000 Euro, eines mit 145 Quadratmetern ab 220.000 Euro. Da das Projekt in Kamp-Lintfort im Laufe des nächsten Jahres abgeschlossen sein soll, hat die Deutsche Reihenhaus bereits ihr nächstes großes Vorhaben in Angriff genommen. An der Taubenstraße im Moerser Stadtteil Meerbeck will sie weitere Reihenhäuser errichten. „Insgesamt haben wir schon 7500 Häuser gebaut“, blickt Projektenwickler Lutz Zander auf das nächste Vorhaben. „Damit haben wir 7500 Familien, meist jungen Familien, ein Zuhause gegeben.“

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