Auf Du und Du mit Kloster Kamp Klosterbibliothek hütet ein Buch aus Stein

Serie | Kamp-Lintfort · Die Zisterzienser waren wahrlich belesene Leute: Die Mönche wollten die Welt verstehen. Das älteste bewahrte Buch auf Kamp ist ein Wiegendruck aus dem Jahr 1479.

 Peter Hahnen präsentiert die Bücherschätze der Zisterzienser – darunter auch ein Buch aus Stein (im Bild stehend).

Peter Hahnen präsentiert die Bücherschätze der Zisterzienser – darunter auch ein Buch aus Stein (im Bild stehend).

Foto: Anja Katzke

Mehr als 3000 Bücher soll die große Bibliothek der Zisterzienser in den Hochzeiten des Ordens auf Kamp beherbergt haben: Bibeln und Bibelkommentare, Bücher über Kirchenrecht, philosophische Bände und Chroniken. „Sie wollten die Welt verstehen und steckten ihre Nasen in kluge Schriften“, sagt Peter Hahnen. Das Geistliche und Kulturelle Zentrum bewahrt heute die „Reste“ der alten Bibliothek in einem gut gekühlten Raum im Kloster auf. Es sind noch etwa 350 einigermaßen gut erhaltene Werke. Wo sich die Bibliothek einst befand, vermag heute niemand zu sagen. Mit der Säkularisation ging nicht nur der große Buchschatz der Zisterzienser verloren, sondern auch das Wissen um seinen Standort. „Es gibt keine Baupläne für Zisterzienserklöster, in denen wir nachsehen könnten“, erklärt der Leiter des Zentrums Kloster Kamp. Es müssen sich aber zwei im Kloster Kamp befunden haben, eine große Bibliothek zum Studieren und eine kleinere. Letztere vermutet Hahnen im Bereich des Kreuzganges.