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Kamp-Lintfort: „Kirche muss wieder präsent sein“

Amtseinführung in Kamp-Lintfort : „Kirche muss wieder präsent sein“

Dorothee Neubert komplettiert seit Anfang August das Pfarrteam der evangelischen Kirchengemeinde Lintfort. Neben Aufgaben in der Gemeinde erteilt sie auch Religionsunterricht. Sie freut sich auf die geplante Zukunftswerkstatt.

„Kamp-Lintfort ist eine Stadt in Aufbruchstimmung. Sie entdeckt sich gerade neu. Das hat mich gereizt.“ So beschreibt Dorothee Neubert ihre Motivation, als Pfarrerin in die Stadt der Landesgartenschau 2020 zu wechseln. Seit Anfang August 2021 komplettiert sie das Pfarrerteam der evangelischen Kirchengemeinde Lintfort, zu dem auch Michael Hammes und Frank Hartmann zählen. Am Sonntag wird sie mit einem Gottesdienst in ihr Amt eingeführt. Beruf und Berufung wurden Neubert, die Katzenliebhaberin ist, in die Wiege gelegt.

„Mein Vater kam aus einer evangelischen Pfarrerfamilie“, erzählt die neue Pfarrerin. „Er war evangelischer Religionslehrer und, wie meine Mutter, in der Kreuzeskirchengemeinde in Duisburg-Marxloh engagiert. So habe ich als Kind die Kindergottesdienste besucht. Als Jugendliche war ich ehrenamtliche Helferin für die Kindergottesdienste.“ Nachdem sie 1982 auf dem Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium ihr Abitur abgelegt hatte, absolvierte sie ein Freiwilliges Diakonisches Jahr in Cuxhaven an der Nordsee, wo sie in einer Kureinrichtung der Diakonie Kinder mit Behinderung betreute.

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„Dort bin ich mir über meinen Berufswunsch endgültig klar geworden“, sagt die Neu-Kamp-Lintforterin. Sie studierte Theologie für das Pfarramt in Wuppertal, Tübingen und Heidelberg. Danach war sie Vikarin in Wuppertal und Pfarrerin zur Anstellung im Essener Stadtteil Margarethenhöhe. Im Laufe der Jahre verschob sich der Schwerpunkt ihrer Arbeit von der Seelsorge auf die Religionspädagogik. So war sie seit 2006 Religionslehrerin am Berufskolleg in Eschweiler in der Städteregion Aachen, engagierte sich in der dortigen Kirchengemeinde. „Die Lehrtätigkeit macht mir viel Freude“, sagt Dorothee Neubert. „Ich sehe mich auch als Seelsorgerin für Schüler und Kollegen.“

In Kamp-Lintfort ist sie Seelsorgerin und Lehrerin. Als Seelsorgerin ist sie unter anderem für die Lintforter Alt-Siedlung zuständig und betreut das Friederike-Fliedner-Haus in der Stadtmitte. „Ich bin besonders neugierig auf viele, interessante Begegnungen mit Menschen in der Gemeinde Lintfort und der Stadt Kamp-Lintfort“, sagt die Pfarrerin. „Mir ist die Mentalität des Ruhrgebiets und des Niederrheins bekannt. Das ist ein Vorteil. So bin ich in der Kirchengemeinde Lintfort sehr gut aufgenommen worden.“

Als Lehrerin gibt sie pro Woche sieben Stunden Religionsunterricht in den 3./4. Klassen der Grundschule am Pappelsee. „Es ist wichtig, Kirche und Religion wieder in der Gesellschaft präsent zu machen“, sagt die Theologin, die gerne die Nähe der Religionen zueinander betont. „Die Arbeit mit jungen Menschen bietet dazu eine gute Grundlage.“ Sie freut sich auf die Zukunftswerkstatt, die die evangelische Kirchengemeinde Lintfort für den März oder April 2022 plant. „Es geht unter anderem um die Frage, welche Erwartung Christen an ihre Kirchengemeinde haben“, sagt die neue Pfarrerin der Kirchengemeinde. „Die Gemeindemitglieder können sich einbringen. Das ist gut. Die Gemeinde ist in Bewegung, nicht starr. Das war auch ein Grund, nach Kamp-Lintfort zu kommen.“