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Kamp-Lintfort: Kiesgegner fordern Antworten der Politik

Widerstand am Niederrhein : Kiesgegner fordern Antworten der Politik

Seit elf Monaten kämpft die Interessengemeinschaft (IG) Dachsbruch für den Erhalt des Wickrather Feldes. „Wir haben tausende Gespräche mit Bürgern und Vereinen geführt und waren im Sommer jedes Wochenende teilweise auf zwei Veranstaltungen, um auf die Auskiesungspläne aufmerksam zu machen.

Doch der Einsatz hat sich gelohnt: Mehr als 12.000 Personen aus Kamp-Lintfort und Umgebung haben ihre Stimme gegen die Auskiesung des Wickrather-Feldes abgegeben.“

Die Bürger hätten sich nicht nur in den Unterschriftenlisten eingetragen, sondern auch schriftlich Einspruch gegen den Landesentwicklungsplan sowie beim RVR formuliert. Die Kies-Problematik sei aktuell Gesprächsstoff am gesamten Niederrhein.

Die verschiedenen Interessengemeinschaften hätten sich zum Niederrheinappell zusammengeschlossen. Die IG Dachsbruchs war Gründungsmitglied. „Wir fordern die Bürger wieder auf, noch einmal ihre Stimme zu geben, diesmal zum Niederrheinappell (www.niederrheinappell.de).“

Das sei wichtig, um den Druck auf die Politiker hoch zu halten. „Wir haben bis heute keine Reaktion darauf erhalten. Unsere Forderungen wurden nicht berücksichtigt. So sei die Ausweitung von 20 auf 25 Jahre immer noch erklärtes Ziel im Landesentwicklungsplan. Welche Konsequenzen zieht die Landesregierung daraus, dass die betroffenen Wähler das aktuelle Vorgehen ablehnen? Engagierte Bürger verlangen nun Antworten.

(RP)