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Kamp-Lintfort: Junge Powerstimmen trotzen kühlem Kultursommer.

Konzert auf dem Quartiersplatz in Kamp-Lintfort :  Junge Stimmen trotzen kühlem Kultursommer

Bei durchwachsenem Wetter blieb das „Konzert im Grünen“ am Quartiersplatz eher mager besucht. Wer kam, wurde aber gut unterhalten.

Immerhin rund 100 Besucher kamen am Freitagabend auf den Kamp-Lintforter Quartiersplatz, um beim „Konzert im Grünen“ dabei zu sein. „Junge Powerstimmen“ hatten die Veranstalter angekündigt, und sie hielten Wort. Die Zuhörer saßen teils zwischen den Blumen, die um diesen Platz wachsen, um der Musik zu lauschen. Zum Teil standen sie auf dem Platz zwischen Großem Förderturm, Magazingebäude und Werkstatt, der mit seinen Backsteingebäuden das Flair von Industriekultur versprüht, um nahe zu sein bei den Künstlern und ihrer Musik, die von Pop über Rap bis Reggae reichte. Zum Glück ließen sich die Zuhörer nicht von den äußeren Umständen schrecken, die für ein Open-Air-Konzert alles andere als optimal waren. Im Vergleich zu den Tagen zuvor war es deutlich kühler. Und zur Mitte des Konzerts wurde es noch einmal kühler, als ein Regenschauer niederging.

Nicht optimal war außerdem die Vorlaufzeit gewesen. Da das Konzert erst eine Woche zuvor endgültig gestanden hatte, konnte die Stadt es nicht wie andere Veranstaltungen frühzeitig bewerben. Sonst wären wahrscheinlich viel mehr Besucher zum Abend gekommen – die er asuch verdient hätte. Er war Teil des Kultursommers 21, also des gemeinsamen Kulturprogramms des Bündnisses „Wir4-Kultur“ der Städte Moers und Neukirchen-Vluyn, Kamp-Lintfort und Rheinberg. „Es herrscht Veranstaltungsflair“, zeigte sich Petra Niemöller als Leitern des Kulturbüros der Stadt trotzdem zufrieden. „Das Format passt.“

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Zum Format gehörte es, Künstler und Bands aus der Region auftreten zu lassen, die seit Beginn der Corona-Krise kaum noch auftreten konnten. „Es ist schön, wieder vor Publikum singen zu können“, sagte zum Beispiel Theresa Cherchi. „Es ist mein dritter Auftritt in diesem Jahr. Unsere Band Bandecho hat sich leider in der Coronazeit aufgelöst.“ Die Moerser Songschreiberin und Sängerin mit Powerstimme trug eigene Popsongs vor, zum Beispiel den Song „Farben“, der sich um gleichgeschlechtliche Liebe dreht. Oder sie coverte Songs, zum Beispiel „Dear Mr. President“ der Sängerin Pink.

Auch der zweite Künstler kam aus der Grafenstadt: Sheldon Cooper. Der Moerser kombinierte Rap, Trap und Rock mit Einflüssen des Pops. Mit diesem Stil, den er „Nerdschool“ nennt, und seinem Song „Weißweinkisten“ war er einmal sieben Wochen lang in den Ruhrcharts gewesen, um mit Platz 13 belohnt zu werden.

Nur die Musiker der Band „Lan Netty & the M.M.A.“, die aus Duisburg, Mülheim und Essen stammen, hatten eine „weitere“ Anreise. Sie trugen Afrobeat, Rap und Reggae vor. Sie wurden vom Applaus der Musikfans belohnt, die sich freuten, nach langer Pause wieder Konzerte erleben zu können.