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Kamp-Lintfort: In der Mediathek vom Reisen träumen

Kunst in Kamp-Lintfort : In der Mediathek vom Reisen träumen

Die Einrichtung präsentiert bis zum 10. Juli unter dem Titel „Traumziele“ die Arbeiten des Kamp-Lintforters Ulrich Klak. Seit vielen Jahren hält er die Eindrücke seiner zahlreichen Reisen in Bildern fest.

Sonnige Felder, meerumspülte Felsen, gewaltige Gebirgsmassive und romantische Gassen in Venedig. Der 77-jährige Kamp-Lintforter Ulrich Klak hat nicht nur ein Auge für schöne Motive, er ist auch ein begeisterter Hobby-Maler. Seit vielen Jahren schon hält er die Eindrücke seiner zahlreichen Reisen in duftigen Aquarellbildern fest. 16 davon sind jetzt unter dem Titel „Traumziele“ bis zum 10. Juli in einer Ausstellung in der Kamp-Lintforter Mediathek zu sehen.

„Ich habe schon als Kind gerne gezeichnet und konnte einige meiner Bilder damals sogar für zehn D-Mark an eine hiesige Zeitung verkaufen“, erinnerte er sich am Montag bei einem Pressetermin zur Ausstellungseröffnung. „Da war ich 13 und habe meist Bleistiftzeichnungen oder Scherenschnitte gemacht. Danach bin ich zur Acrylfarben übergangen und habe alte Meister kopiert.“ Später brachte er sein künstlerisches Talent dann in eine Ausbildung als Schauwerbegestalter ein und arbeitete darin anschließend im Kamp-Lintforter Kaufhaus bis zu seiner Pensionierung.

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Die Freude an der Aquarellmalerei fand er dagegen erst vor etwa 25 Jahren, als er mit seiner Frau Ingrid zusammen während eines längeren Kuraufenthaltes die Ausstellung eines Aquarell-Malers besuchte. „Das will ich auch können“, hatte er damals gesagt, und daraufhin von seiner Frau einen Block und einen Farbkasten geschenkt bekommen. Seither ist die Aquarellmalerei seine bevorzugte Maltechnik. „Wer selber schon mal mit Wasserfarben gemalt hat, weiß, dass diese Technik keineswegs so leicht ist, wie sie aussieht. Ich habe schon eine Weile gebraucht, um sie zu beherrschen, und muss selbst heute noch manchmal zwei Anläufe nehmen, bis mir ein Bild richtig gelingt“, gestand er am Montag. Davon ist in den 16 Bildern seiner Ausstellung jedoch nichts zu merken. Sie alle wirken so duftig, als seien sie mit leichter Hand gemalt. Das ist jedoch keineswegs der Fall, denn vor einiger Zeit hatte Ulrich Klak einen schweren Armbruch, bei dem auch die Finger seiner rechten Hand in Mitleidenschaft gezogen wurden, so dass er lange befürchten musste, überhaupt nicht mehr malen zu können. „Das war ein schrecklicher Gedanke für mich“, erinnerte er sich. „Aber jetzt geht es wieder.“ Wenn alles klappt, wird Ulrich Klak im nächsten Jahr mit seiner Frau erneut auf Reisen gehen und wieder viele geeignete Fotos als Grundlage für seine Landschaftsaquarelle mitbringen.

Diesmal soll es nach Dubai und auf eine Kreuzfahrt durchs Mittelmeer gehen. Natürlich wie immer mit einem wachen Auge für die schönsten Motive, die es auf der Reise zu entdecken gibt.