Kamp-Lintfort im Wandel der Jahrzehnte.

Kamp-Lintfort - gestern und heute : Kamp-Lintfort im Wandel der Jahrzehnte

Kamp-Lintfort steckt mitten im Wandel. Baumaßnahmen im Rathausquartier, im Zechenpark und für die Gartenschau treiben diese Entwicklung weiter voran. Manches hat jedoch Bestand – wie der Vergleich mit historischen Ansichten zeigt.

Das Luftbild (oben) entstand um 1949. Es zeigt die damals unbebaute Fläche zwischen Markgrafenstraße und Kamperdickstraße. Unten: So sieht es heute in Höhe von „C & A“ aus der Luft aus. Zur Orientierung dient die Christuskirche im Hintergrund. . Foto: Stadtarchiv Kamp-Lintfort
Einkaufen auf der Moerser Straße: So sah die Wohn- und Geschäftsstraße um 1960 aus. Foto: Stadtarchiv Kamp-Lintfort
Das Alte Rathaus  prägt noch heute das Stadtbild. Diese Ansicht entstand nach 1936. Damals beherbergte das Gebäude eine Schule (oben), heute das Ka-Liber und etliche andere Einrichtungen. Das Ehrenmal steht heute an der Kriegsgräberstätte am Niersenberg. Foto: Stadtarchiv Kamp-Lintfort
Das Hotel zur Post heißt noch heute so. Die Ansicht der Friedrich-Heinrich-Allee stammt aus 1933. Foto: Stadtarchiv Kamp-Lintfort
Foto: Christoph Reichwein (crei)
Die Aufnahme der früheren städtischen Realschule an der Friedrich-Heinrich-Allee entstand nach 1930. Foto: Stadtarchiv Kamp-Lintfort
Das Altenpflegeheim Friederike-Fliedner-Haus schuf an dieser Stelle die Erweiterung seiner Einrichtung. Foto: Anja Katzke
Die Moerser Straße: Dieser Teil nimmt denselben Schwung zur Hauptstraße wie vor 50 Jahren. Foto: Anja Katzke
Heute: Die Friedrich-Heinrich-Allee ist größer ausgebaut, der Verkehr deutlich stärker als damals. Foto: Anja Katzke
Heute residiert hier die Janusz-Korczak-Schule. Die Christuskirche prägt im Hintergrund beide Ansichten. Foto: Anja Katzke
Altes Rathaus. Foto: Anja Katzke

Ungefähr 500 historische Ansichtskarten aus Kamp-Lintfort schlummern im Stadtarchiv. Albert Spitzner-Jahn hat die Sammlung über zwei Jahrzehnte aufgebaut. Die älteste Karte stammt aus 1897. Der Gruß oder die Briefmarke interessierten den Stadtarchivar jedoch nicht, sondern die jeweilige Ansicht Kamp-Lintforts. „Es sind wichtige Dokumente, die Auskunft über die Entwicklung der Stadt und die Veränderung des Stadtbildes geben“, betont Spitzner-Jahn, der vor kurzem nach 30 Jahren bei der Stadt in den Ruhestand gegangen ist. „Ich arbeite noch einmal wöchentlich im Stadtarchiv, um die Stadtgeschichte weiter aufzuarbeiten.“ Sein nächstes Projekt ist die Siedlungsgeschichte des Stadtteils Geisbruch. Ziel ist die Veröffentlichung eines Buchs. Einen Wandel im Stadtbild, so wie er heute zu erleben ist, habe es schon früher gegeben. „Der größte Schwung war Anfang des 20. Jahrhunderts, als der Bergbau in eine absolut bäuerlich aufgestellte Gesellschaft und ländlich strukturierte Gegend Einzug einhielt. Land traf auf die industrielle Besiedlung. Das war ein Unterschied zwischen Tag und Nacht“, betont Spitzner-Jahn, der privat ebenfalls historische Ansichtskarten sammelt. Der Grafschafter hat die Originalschauplätze einiger der historischen Ansichtskarten aus dem Stadtarchiv aufgesucht und nochmal abgelichtet. Ergebnis: Es gibt noch die stillen Zeitzeugen und markanten Gebäude, die Jahrzehnte über Bestand haben: die früherer städtische Realschule an der an der Friedrich-Heinrich-Allee mit Christuskirche im Hintergrund zum Beispiel. Heute residiert dort die Janusz-Korczak-Schule. Die Moerser Straße nimmt trotz Umbaus vor wenigen Jahren noch heute denselben Schwung wie im Jahr 1960. Und auch das Alte Rathaus prägt weiter Kamp-Lintforts Stadtbild wie vor 80 Jahren. Das Ehrenmal hat heute allerdings an der Kriegsgräberstätte am Niersenberg seinen Platz. Das Hotel zur Post steht am Platz, an der Stelle der ersten Apotheke hat sich aber das Fliedner-Haus erweitert.

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