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Kamp-Lintfort: Hospital macht sich auf den Weg in die Normalität

Coronavirus in Kamp-Lintfort : Hospital macht sich auf den Weg in die Normalität

Das Krankenhaus in Kamp-Lintfort fährt die Zahl der planbaren Eingriffe und Untersuchungen vorsichtig wieder hoch. Patienten, deren Eingriffe oder Behandlungen verschoben worden waren, erhalten bereits neue Termine.

Gut sechs Wochen lang befand sich das St.-Bernhard-Hospital im COVID-19-Modus. Die Anzahl der geplanten Operationen, Eingriffe und Untersuchungen wurde zur Schaffung von Bettenkapazitäten für die Corona-Kranken drastisch heruntergefahren.

Dies betraf die orthopädische Operationen an Knie, Hüfte, der Wirbelsäule sowie die konservative orthopädische Therapie. Aber auch im Bereich der Kardiologie, Chirurgie, Inneren Medizin oder Dermatologie wurden Eingriffe, wenn medizinisch vertretbar, verschoben. „Für die betroffenen Patienten waren diese Entscheidungen und Verschiebungen sicher schmerzhaft, wir haben aber sehr viel Verständnis erlebt“,  sagt Dr. Wilhelm Kirschke, Ärztlicher Direktor des St. Bernhard-Hospitals. Die vorsichtige Rückkehr zum Normalbetrieb des Krankenhauses ist nun angelaufen. Patienten, deren Eingriffe oder Behandlungen verschoben worden waren, erhalten bereits neue Termine. Zur Sicherheit wird bei allen planbaren Eingriffen rechtzeitig vor den geplanten Terminen auch ein Abstrich zum Ausschluss einer Corona-Infektion genommen.

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Im Hospital gelten weiterhin strenge Sicherheitsvorschriften: Alle Mitarbeiter tragen permanent einen Mundschutz, dies gilt auch für die Patienten, wenn sie ihre Zimmer zum Beispiel für Untersuchungen verlassen. Die persönliche Schutzausrüstung für die Isolierbereiche ist ausreichend vorhanden. „Wir wissen, dass viele Menschen aus Sorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus den Weg in die Arztpraxis oder das Krankenhaus gescheut haben“, weiß Wilhelm Kirschke.

„Die strengen Hygienemaßnahmen sorgen aber für größtmögliche Sicherheit für unsere Patienten und Mitarbeiter. Bei aktuellen Gesundheitsproblemen sollte deswegen der Weg zum Arzt oder ins Krankenhaus unbedingt genommen werden. Denn nur so sind mögliche Verschlimmerungen oder lebensbedrohliche Komplikationen zu verhindern. So ist zum Beispiel der Herzinfarkt auch in Zeiten von Corona genauso lebensbedrohend, wenn er nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird.“ Um die Sicherheit seiner Patienten zu gewährleisten, hatte das Krankenhaus eine räumlich abgetrennte eigene Isolierstation für COVID-19 Patienten und eine weitere Station für Verdachtsfälle. Dort bleiben die Patienten bis zur Klärung. Auch im Bereich der Intensivmedizin gibt es seit Beginn der Pandemie getrennte Stationen. Der Screening-Container vor dem Krankenhaus, den alle Personen durchlaufen, bleibt in Betrieb.