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Kamp-Lintfort: Höhe öffnen ihre Pforten für die Musik

Konzertreihe in Kamp-Lintfort : Höfe öffnen ihre Pforten für die Musik

Im Rahmen des Kultursommers „Wir4-Kultur“ finden ab Samstag, 28. August, die „Höfekonzerte 21“ statt. Los geht es auf dem Biolandhof Frohnenbruch. Neun Höfe von Moers bis Rheinberg bieten den Musikern eine Bühne.

Die „Höfekonzerte 21“ starten am Samstag, 28. August, vor historischer Kulisse: Haus Frohnenbruch in Hoerstgen. Bärbel und Klaus Bird, die an der Schlossallee 81 den gleichnamigen Biolandhof betreiben, stellen ihren Hof erstmals für ein Konzert zur Verfügung. „Ich finde, es ist eine schöne Aktion. Das wollte ich schon immer mal gerne machen“, sagt Bärbel Bird. Als Rüdiger Eichholtz, der Initiator der Höfekonzerte, das Ehepaar ansprach, stimmte es gerne zu. „Wenn das Wetter schön ist, wird die Bühne vor dem Haus stehen“, berichtet die Landwirtin, die mit ihrer Familie auf einem ehemaligen, rund 700 Jahre alten Rittersitz lebt. Bei schlechtem Wetter zieht die Konzertgemeinschaft in den Rinderstall um.

 Klaus und Bärbel Bird vor Haus Frohnenbruch.
Klaus und Bärbel Bird vor Haus Frohnenbruch. Foto: Christoph Reichwein

Die Höfekonzerte finden im Rahmen des Kultursommerprogramms von „wir4-Kultur“ statt, den der Moerser Kurator Rüdiger Eichholtz zusammen mit den Vertretern der Städte Moers, Neukirchen-Vluyn, Kamp-Lintfort und Rheinberg organisiert. Ermöglicht wird der Kultursommer durch Mittel eines Bundesförderprogramms als Anschub für Kultur und Kulturschaffende, die in der Corona-Pandemie vielfach vor existenzielle Sorgen gestellt sind. Geplant sind bis zum 5. September neun Höfekonzerte in Kamp-Lintfort, Moers, Rheinberg, und Neukirchen-Vluyn. Auf Haus Frohnenbruch in Hoerstgen wird zum Auftakt der Reihe das Oddgeir Berg Trio aus Norwegen gastieren. Es handelt sich um drei Session-Musiker, die vor knapp einem Jahr ihr Debüt-Projekt vorgestellt haben.

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Für Montag, 30. August, ist ein weiteres Höfekonzert in der Kloster- und Hochschulstadt geplant. Dann gastieren die „Madeleines“ (Leonhard Huhn, Frank Gratkowski, Carl Ludwig Hübsch und Dominik Mahnik) beim Bierbrauer und Mälzer Johannes Lehmbrock auf dem Geilingshof in Saalhoff. „Bis heute ist die Kultur des ländlichen Raumes mit seiner handwerklichen und landwirtschaftlichen Vergangenheit prägend“, erläutert Initiator Rüdiger Eichholtz die Idee zu den Höfekonzerten. „Sie brachte prächtige Höfe und prägende Lebenswelten hervor, die dieses neue Format inszenieren möchte.“ Erste Erfahrungen mit diesem Format sammelte der Moerser Kulturmacher bereits 2020, als Kultur fast ausschließlich im Freien stattfinden konnte. „Es war eine sehr schöne Atmosphäre, die die Klänge an diesen besonderen Orten geschaffen haben.“ In diesem Jahr führen die Höfekonzerte zum Middeldorfhof in Pelden/Rheinberg, zum Weyershof und zum Forsterhof in Neukirchen-Vluyn, zum Weber’s Hof in Moers, zum Bröckinghof in Rheinberg und zur Pastoratwiese in Budberg. Die Reihe endet auf dem Hof Ueltgesforth/Krauthaus in Moers. „Wir haben uns bereits im vergangenen Jahr beteiligt. Es hat großen Spaß gemacht“, sagt Maren Ueltgesforth, die ihren Hof wieder gerne für ein Konzert zur Verfügung stellt. „Ich mag die Jazz-Musik. Es war damals ein rundum gelungener Abend“, betonte sie in einem Pressegespräch am Dienstag. An der Vinngrabenstraße 46 gastiert am Sonntag, 5. September, das Vokalorchester NRW. Der Ueltgesforth-Hof bietet an diesem Abend 17 Vokalisten aus dem Ruhrgebiet und dem Rheinland, die mit ihren Stimmen experimentieren, eine große Open-air-Bühne.