Haupt- und Finanzausschuss in Kamp-Lintfort Grundstücke zu hoch im Haushalt eingepreist?

Kamp-Lintfort · CDU fordert, dass realitätsnahe Grundstückspreise in den Haushalt für das Jahr 2023 eingepreist werden. Offenbar stagniert in Kamp-Lintfort aufgrund der aktuellen Krisen die Nachfrage nach Baugrundstücken. Was der Kämmerer dazu sagt.

 Die Stadt hat Spielflächen als Baugrundstücke freigemacht.

Die Stadt hat Spielflächen als Baugrundstücke freigemacht.

Foto: Norbert Prümen

Die Nachfrage in Kamp-Lintfort nach Baugrundstücken stagniert. Bemerkbar macht sich dies beispielsweise am Kaufinteresse für das Grundstück, auf dem das Edith-Stein-Haus stand. Kämmerer Martin Notthoff hatte dieses Grundstück für 1,5 Millionen Euro in den Haushaltsentwurf für das Jahr 2023 eingepreist. Die ehemaligen Spielplatz-Grundstücke, die für eine Wohnbebauung freigemacht wurden, stehen dort mit rund 1,7 Millionen Euro. „Ja, es gibt Probleme. Der Grundstückverkauf läuft nicht mehr wie geschnitten Brot“, räumte Kämmerer Martin Notthoff ein. Die „Löcher“ in Sachen Grundstückverkauf seien allesamt krisenbedingt: Häuslebauer und Bauunternehmen seien wegen der Energiekrise, der aktuellen Konjunktur und des Krieges in der Ukraine zurückhaltend.

Die CDU hatte zuvor kritisiert, dass dennoch Einnahmen in der genannten Höhe in den Haushalt eingeplant wurden. „Wir haben uns gewundert. Denn die Grundstücke gehen ja nicht so weg“, betonte Simon Lisken als Vorsitzender der CDU-Fraktion. „Es wäre besser, die Dinge realitätsnah in den Haushalt einzupreisen statt Summen, die nicht erwirtschaftet werden“, führte auch Matthias Gütges (CDU) an. Kämmerer Martin Notthoff riet abzuwarten, bis die Verwaltung die zweite Veränderungsliste vorlegen könne. „Dann werden wir sehen, wie wir damit umgehen können.“

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