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Kamp-Lintfort: Gottesdienst spricht die Jugend an

Kirche in Kamp-Lintfort : Gottesdienst spricht die Jugend an

Pastoralreferenten Klaus Bruns organisiert ihn mit Jugendlichen. Das neue Format in der katholischen Kirchengemeinde St. Josef in Kamp-Lintfort beschäftigt sich mit Themen, die die jungen Menschen bewegen. Musik spielt ein wichtige Rolle.

Ein neues Gottesdienstformat gibt es seit einem Jahr in der Hochschulstadt. Im Jugendgottesdienst stehen Musik und Meditation im Mittelpunkt. Es erklingen Pop-Songs, die religiös gedeutet werden können, wie „One Of Us“ von Joan Osborne oder „Heal The World“ von Michael Jackson. Die Gottesdienstbesucher können in Denkpausen über Antworten nachdenken auf Fragen wie: Was ist wichtig in meinem Leben? Was hilft mir in meinem Leben? Pastoralreferent Klaus Bruns baut diese Antworten in seine Predigt ein, wenn die Besucher zustimmen. Der Wortgottesdienst klingt mit einem Treffen am Josef-Jeurgens-Haus aus, bei dem es Getränke und eine Kleinigkeit zu essen gibt, während die Gottesdienstbesucher sich austauschen.

Am Sonntag feierte das neue Format des Jugendgottesdienstes seinen ersten Geburtstag. 50 Besucher kamen in die Josefkirche, nachdem für den Sonntagabend Regen angekündigt worden war, der dann auch niederging, um so den geplanten Open-Air-Gottesdienst auf der Wiese vor dem Josef-Jeurgens-Haus ins Wasser fallen zu lassen. „Meistens kommen zwischen 30 und 50 Besucher“, berichtete Bruns. „Am Sonntag hatte ich nicht mit so vielen gerechnet, weil Ferienzeit ist.“

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Der 35 Jahre alte Pastoralreferent, der im August 2020 in die Pfarrgemeinde St. Josef kam, hatte die Idee zum Jugendgottesdienst gehabt, der jeden ersten Sonntag um 18.30 Uhr gefeiert wird, normalerweise in der Kirche St. Josef. Er traf mit dieser Form einen Nerv, um vor allem Jugendliche und jungen Erwachsene anzusprechen, die zwischen 15 und 25 Jahren alt sind und sonst nicht die Mehrheit der Gottesdienstbesucher bilden. Er bindet diese Jugendlichen mit ein. Einige spielten und sangen bereits in der Firmband zusammen.

Klaus Bruns legt mit ihnen die Lieder fest, die die Firmband mit Gitarre und E-Bass, Trompete und Klavier sowie dem Gesang von fünf Sängerinnen untermalt. Für die Technik sorgt Luca Rusch. Der Student der Kommunikationswissenschaft organisierte im Sommer 2019 die 72-Stunden-Aktion mit, mit der Spielplatz des Kindergartens St. Josef naturnah neugestaltet wurde. „Wir treffen uns einmal vor jedem Gottesdienst, um alles durchzusprechen“, sagt der junge Kamp-Lintforter. Er entwirft auch die Plakate.

„An mich und andere zu glauben“, „Mit Freunden zu sprechen“, „Vertrauen“, „Liebe“, „Hoffnung“, „Gemeinschaft erleben“ oder „Gott“, waren Antworten, die von Klaus Bruns von den Zetteln abgelesen wurden. Sie zeigen, wie kurz der Schritt vom Leben der Menschen zu religiöser Gemeinschaft und zu Gott ist.

Der nächste Jugendgottesdienst wird am 5. September, 18.30 Uhr, gefeiert, entweder in der Kirche St. Josef an der Königstraße oder auf der Wiese zwischen dieser Kirche und dem Josef-Jeurgens-Haus.