1. NRW
  2. Städte
  3. Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort: Gartenschau öffnet ab dem 5. Mai das Gelände

Kamp-Lintfort : Eröffnung der Landesgartenschau auf 5. Mai verschoben

Die Landesgartenschau öffnet ihre Tore etwas später. Ab Montag, 20. April, dürfen Besucher aber durch den Zechenpark eingeschränkt spazieren gehen. Es gelten dort die Corona-Vorschriften.

„Wir sind froh, den Zechenpark mit seinen blühenden Pflanzen zeigen zu können“, erklärte Bürgermeister Christoph Landscheidt nach einem zwei Tage andauernden Verhandlungsmarathon mit dem Land. „Es ist das Maximun, das wir erreichen konnten.“ Die Eröffnung der Landesgartenschau ist wegen der Corona-Pandemie vorerst auf den 5. Mai verschoben. Am Montag, Mittwoch und Freitag dürfen Besucher im Zechenpark aber unter den Corona-Bedingungen spazieren gehen und ihn besichtigen. „Wir haben mit dem Land einen vernünftigen Kompromiss gefunden“, sagte Martin Notthoff, Geschäftsführer der Laga-GmbH.

Eine Eröffnung vor dem 5. Mai sei wegen der Pandemie nach wie vor nicht möglich. In Abstimmung mit dem Umwelt- und Gesundheitsministerium sei es aber gelungen, diesen Kompromiss zu schließen. Der fertiggestellte Zechenpark sollte den Bürgern in Kamp-Lintfort ohnehin dauerhaft als Stadtpark zur Verfügung gestellt werden. „Das Land ist dem Konzept, das wir entwickelt haben, gefolgt“, erläuterte Martin Notthoff. Ähnlich wie in anderen Stadtparks soll ein Spaziergang unter Corona-Bedingungen im Parkteil des Zechenparks am Montag, 20. April, Mittwoch, 22. April, und Freitag, 24. April, zwischen 11 und 19 Uhr jeweils einer begrenzten Personenzahl einen kurzen Einblick in den Zechenpark ermöglichen.

Der Rundweg für die Spaziergänger ist festgelegt. Alle Einrichtungen der Landesgartenschau auf dem Gelände bleiben geschlossen. Das sind der Tierpark Kalisto, alle Spielplätze, das Zentrum für Bergbautradition, das Green FabLab der Hochschule Rhein-Waal, die Blumenhalle, der Gärtnermarkt, die Auffahrt auf den Förderturm und die Ausstellungsgärten. Die Gastronomie bleibt ebenfalls geschlossen, Veranstaltungen finden nicht statt. „Alle Auflagen und insbesondere die Abstandsregelungen werden durch das Personal der Landesgartenschau und der Stadt Kamp-Lintfort kontrolliert, so dass die Sicherheit für alle Besucher gewährleistet ist“, heißt es am Freitag in einer Pressemitteilung. Die Gärten am Kloster Kamp sind nicht begehbar und bleiben bis zum 5. Mai geschlossen. Wenn die Erfahrungen mit diesen Spaziergängen positiv seien, könnten weitere in der darauffolgenden Woche stattfinden, erläuterte Notthoff. Der Spaziergang durch den Zechenpark kostet keinen Eintritt.

Christoph Landscheidt sieht bislang nur ein Etappenziel erreicht. „Ich hoffe, dass die Besucher in einem nächsten Schritt auch die temporären Gärten besichtigen können. Sie bleiben vorerst geschlossen und können nur von außen betrachtet werden.“ Wie die finanziellen Verluste zu kompensieren sind, die die Corona-Krise verursacht hat, vermochte er nicht zu sagen. „Klar ist, dass die Einnahmen durch Busreisen wegfallen. Hinzu kommt der Zeitverlust“, erklärte er auf RP-Anfrage. Das Hoffen und Bangen geht weiter: Stadt und die Landesgartenschau-GmbH würden gerne das eigentliche Ausstellungsgelände mit seinen vielfältigen Attraktionen ab Mai den Besuchern zugänglich machen. Einen ersten virtuellen Rundgang gibt es bereits als Film in den sozialen Medien.