Kunst in Kamp-Lintfort Galerie Schürmann bringt die Kunst in die Orangerie

Kamp-Lintfort · Ab Sommer 2021 kuratiert Andreas Verfürth, Inhaber der Galerie Schürmann in Kamp-Lintfort, die städtischen Kunstausstellungen in der Westlichen Orangerie des Terrassengartens am Kloster Kamp.

 Galerist Andreas Verfürth mit einer Arbeit von Armin Göhringer.

Galerist Andreas Verfürth mit einer Arbeit von Armin Göhringer.

Foto: Dieker, Klaus (kdi)

Die Kunst kehrt in die Westliche Orangerie am Terrassengarten des Klosters Kamp zurück. Während der Landesgartenschau 2020 war dort ein Gastronomiebetrieb untergebracht, so dass in dieser Zeit keine Ausstellungen stattfinden konnten. Eine Installation gab aber einen Vorgeschmack auf die Nutzung der Orangerie als städtischer Ausstellungsraum ab diesem Jahr. Neu: Die Galerie Schürmann wird für die Stadt Kamp-Lintfort die Kunstausstellungen organisieren, insbesondere mit Skulpturen. Der Ausstellungsraum wurde neugestaltet, um auch großformatige Exponate in Szene setzen zu können.

Zwei Ausstellungen sind für dieses Jahr vorgesehen: Vom 6. Juni bis zum 25. Juli präsentiert die Galerie Schürmann die Skulpturen von Armin Göhringer in der Westlichen Orangerie. Wie das städtische Kulturbüro in einer Vorlage für den Haupt- und Finanzausschuss mitteilt, stehen diese in einem reizvollen Kontrast zu der blühenden Farbenpracht des Terrassengartens. Das verwendete Material Holz symbolisiere in seinem Wandel die Zeit und ihre Vergänglichkeit und füge sich so in den überall gegenwärtigen Kreislauf der Natur ein. „Beeindruckend in ihrer Größe, überraschen sie den Besucher durch das spannungsvolle Zusammenspiel von Schwere und Leichtigkeit“, heißt es. Göhringers Skulpturen strahlten Ruhe, Kraft, Stabilität und dabei auch Fragilität aus und würden so zum Träger von Empfindungen wie Freiheit, Wagemut und Energie.

Vom 15. August bis zum 3. Oktober werden die Arbeiten von Hannes Helmke in der Orangerie zu sehen sein. Die Werke des Künstlers sind rein figurativ, bei ihm steht der Mensch im Mittelpunkt. Seine Bronzeplastiken seien mit ihren großen Füßen fest im Leben verankert und beeindruckten durch ihre atmosphärische Dichte, die den Betrachter direkt in ihren Bann schlägt, erläutert das Kulturbüro.

„Sei es innige Zuneigung, gedankenverlorenes Träumen oder gelebte Lässigkeit, seine Plastiken atmen beseelte menschliche Gefühlszustände, und darin besteht ihr Geheimnis, sich im Betrachter als ehrlich ergreifende Emotion festzusetzen“, heißt es in der Ausschussvorlage. Seine Plastiken fügen sich laut Kulturbüro nicht nur phantastisch in den Garten ein, ihre Darstellung menschlicher Seinszustände erschließe sich jedem.

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