Industriefotografie in Kamp-Lintfort Fotoausstellung zeigt zwei Ansichten von Stahl und Eisen

Kamp-Lintfort · Die beiden Hobbyfotografen Thomas Dörbandt und Udo Kloppert setzten sich auf fotografische Weise mit der Geschichte der Eisenverarbeitung auseinander. Die Ausstellung ist im Schirrhof zu sehen.

Thomas Dörbandt (links) und  Udo Kloppert freuen sich auf die Ausstellung im Schirrhof.

Thomas Dörbandt (links) und  Udo Kloppert freuen sich auf die Ausstellung im Schirrhof.

Foto: Dörbrandt/Kloppert

Die Geschichte der Eisenverarbeitung beginnt schon im 2. Jahrtausend v. Chr. im Hethiterreich. Um die Mitte des 1. Jahrtausends war es möglich, einfache härtbare Stahle herzustellen. Über die weiteren Jahrhunderte hin entwickelte die Wissenschaft immer spezialisiertere Verfahren, um Stahl härter, haltbarer und individuell verwendbarer zu machen.

Diesem Ergebnis von Wissenschaft und Forschung haben die beiden Hobbyfotografen Thomas Dörbandt und Udo Kloppert sich auf fotografische Weise genähert. Thomas Dörbandt hatte die Gelegenheit, bei einem Freund in dessen Metallwerkstatt zuzuschauen, wie Stahl und Eisen verformt, geschnitten und zu großen Bauteilen für die Industrie verarbeitet wird. Dörbandt, der wie sein Freund Heavy Metal-Fan ist, hat nicht nur den Arbeitsprozess des Laserschneidens festgehalten, sondern selbst einfaches Handwerkszeug wie einen Hammer in einer Weise fotografiert, die den Betrachter sofort an Stillleben denken lässt. Für eine andere Darstellungsweise hat sich Udo Kloppert entschieden. Ihn hat es interessiert, was aus dem Werkstoff Metall in der Vergangenheit hergestellt wurde. Die Fotografien zeigen Maschinen und Gegenstände aus dem Bereich des Bergbaus.

So bildete er den künstlerisch gestalteten Förderturm (Colani-Ei) der Zeche Minister Achenbach in Lünen ab. Weitere Motive fand der Fotograf in den Maschinenhallen der Zechen Hansa in Dortmund und Consolidation in Gelsenkirchen. Die beiden Hobbyfotografen stellen nach der viel beachteten Ausstellung in Duisburg zum Thema „Heimat“ nun ihre neuesten Werke vor. Zu besichtigen sind die Fotografien vom 1 bis zum 13. November im Schirrhof (Friedrich-Heinrich-Allee 79c) in Kamp-Lintfort zu den Öffnungszeiten der Einrichtung.

Ehemals für die Unterbringung der Übertage-Pferde der Zeche Friedrich Heinrich, für die Werksfeuerwehr, die Ausbildung und andere Zwecke genutzt, dient der Schirrhof heute als Familien,- Bildungs- und Kulturzentrum.

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