Kamp-Lintfort: Fördergemeinschaft sucht Führer für Lehrstollen

Bergbautradition in Kamp-Lintfort : Fördergemeinschaft sucht Führer für Lehrstollen

Die Landesgartenschau 2020 wirft ihren Schatten voraus. „Schon jetzt haben wir Anfragen für Führungen durch den Lehrstollen“, berichtete Norbert Ballhaus als Vorsitzender der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition am Mittwochabend.

„Wir stehen in engem Kontakt mit der Laga GmbH.“ Bei der Jahreshauptversammlung, die für den 15. Januar 2020 geplant sei, werde eine Aktion gestartet, um neue ehrenamtliche Führer zu gewinnen, kündigte er bei einer Mitgliederversammlung in der Gaststätte „Altes Kasino“ an. Diese sollen Laga-Besuchern im Lehrstollen die Welt untertage näherbringen würden „Wir brauchen viele Helfer bei der Begleitung im Lehrstollen“, unterstich er.

Die Erweiterung und der Umbau des Lehrstollens seien fast abgeschlossen. „Es liegen noch einige Restarbeiten an, zum Beispiel beim zweiten Fluchtweg“, berichtete der Vorsitzende. Das gelte auch für das Vereinsgebäude, das innen „zu 96 Prozent“ fertiggestellt sei. Außen fehlten noch die Anschlüsse ans Strom-, Abwasser- und Fernwärmenetz. Deren Installation hätte sich etwas verzögert. Jetzt sei geplant, die Vereinsräume, die in der ersten Etage im Schirrhof Platz finden, Anfang nächsten Jahres an die Netze anzuschließen. In einem 15 Minuten langen Film, der vom neuen Mitglied Hans-Dieter Stuckart gedreht wurde, konnten 60 Mitglieder der Fördergemeinschaft schon einmal in diese Räume schauen. Möbel und Vitrinen sind aufgebaut. „Es dauert drei Monate, Räume, Schränke und Vitrinen einzuräumen“, erläuterte Norbert Ballhaus. „Anfang nächsten Jahres soll es losgehen. Die Kartons sind genau beschriftet.“

Anfang des neuen Jahres soll auch das Pumpenhaus fertiggestellt sein, das sich dem Schirrhof an der Friedrich-Heinrich-Allee anschließt. Wie der Schirrhof und das Museum Haus des Bergmanns, das an der Eberstraße liegt, ist es Teil des Zentrums für Bergbautradition. Im Pumpenhaus sollen Besucher einen ersten Eindruck erhalten, wie der Bergbau nicht nur das Arbeitsleben geprägt hat, sondern auch das Familien- und Vereinsleben. Christoph Müllmann als stellvertretender Vorsitzender der Fördergemeinschaft und Beigeordneter der Stadt, berichtete, dass die Arbeiten im Zeitplan liegen würden.