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Kamp-Lintfort: Fördergemeinschaft sucht Führer für den Lehrstollen

Bergbautradition in Kamp-Lintfort : Fördergemeinschaft sucht Führer für den Lehrstollen

Die Generalprobe vor einem halben Jahr gelang. Am ersten Sonntag im Juli führten Mitglieder der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition von morgens bis abends 180 Besucher durch den Lehrstollen. Zeitversetzt in zwei Gruppen zu 15 Personen zeigten sie den Gästen, wie im Bergwerk „Friedrich Heinrich“ Kohle abgebaut wurde.

Was beim niederrheinischen Radwandertag klappte, soll auch bei der Landesgartenschau funktionieren, allerdings nicht nur am ersten Sonntag im Juli, sondern jeden Samstag, Sonntag und Feiertag.

Bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend stellten Norbert Ballhaus als Vorsitzender und Klaus Deuter als Leiter des Teams Lehrstollen die Überlegungen ausführlich vor. „Es geht um 52 Tage“, berichtete der Vorsitzende in der Gaststätte „Altes Kasino“ an der Ringstraße. „Die Vormittagsschicht dauert von 10 bis 13 Uhr, die Nachmittagsschicht von 15 bis 18 Uhr. Alle halbe Stunde beginnt eine Führung. Die Gruppengröße ist auf 15 Personen beschränkt.“

180 Personen können so ab dem 17. April, wenn die Landesgartenschau beginnt, jeden Samstag, Sonntag und Feiertag den Lehrstollen besichtigen. Bis zum 11. Oktober, wenn sie schließt, wären es mehr als 10.000, zumal die Fördergemeinschaft auch unter der Woche Führungen anbieten will, unter anderem für Schulklassen. In den vergangenen Jahren besuchten immer um die 3000 Besucher den Lehrstollen.

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  • Treffen zur  Jahresversammlung. ⇥Foto: kdi
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Ballhaus hält die Nachfrage für viel größer als das Angebot, vor allem bei der Extraschicht am 27. Juni, bei der Kamp-Lintfort nach langer Pause erstmals wieder dabei ist. „Wir gehen von einem großen Nachhall aus. In den nächsten Jahren werden viele kommen, die während der Laga nicht den Lehrstollen besuchen konnten.“

Um Besucher durch den Lehrstollen führen zu können, sucht die Fördergemeinschaft noch Ehrenamtliche. „Es haben sich schon 64 Personen gemeldet“, berichtete Ballhaus. „Ideal wären 100.“ Deuter ergänzte: „Wir benötigen nicht nur Personen, die den Lehrstollen zeigen. Wir benötigen auch Personen, die die Helme ausgeben und aufpassen.“

Auch das Museumshaus in der Nähe des Alten Marktes sucht weitere Ehrenamtliche. „In diesem Jahr haben wir an den Sonntagen während der Sommerferien geöffnet“, berichtet Jörg Kaenders, der den Betrieb des Musemshauses organisiert. „Wir freuen uns über weitere Mitstreiter.“