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Kamp-Lintfort: Ferienspaß auf der Schirrhof-Wiese

Spannendes Programm für Kinder in Kamp-Lintfort : Ferienspaß auf der Schirrhof-Wiese

Premiere bei den Ferientagen: Die drei freien Träger haben zum ersten Mal einen gemeinsamen Tag für alle Ferienkinder am Schirrhof organisiert.

Als der Eismann laut bimmelnd auf den Schirrhof auffährt, ist der Jubel groß: 150 Mädchen und Jungen stellen sich brav in der langen Schlange für eine Kugel Schoko, Erdbeere oder Vanille an. Hüpfburg, Seifenblasen und die vielen anderen Spiele sind für den Moment vergessen. Seit dem Vormittag ist die Wiese hinterm Schirrhof fest in Kinderhand: Es wird getobt, getanzt und fröhlich gelacht. Erstmals in der Geschichte der Kinderferientage in Kamp-Lintfort haben die drei Träger (Stadtsportverband, KOT Gestfeld und evangelische Kirchengemeinde) alle Kinder eingeladen, gemeinsam einen Ferientag zu verbringen. „Andernorts finden Paraden statt. Wir veranstalten ein großes Fest“, betont Ulrike Plitt, Geschäftsführerin des Stadtsportverbandes. So wollen die drei Träger nicht nur die Kräfte bündeln, um den Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zwölf Jahren in den Ferien besonders viel zu bieten.

 Sie haben als freie Träger die diesjährigen Kinderferientage ermöglicht.
Sie haben als freie Träger die diesjährigen Kinderferientage ermöglicht. Foto: Anja Katzke

„Mit diesem Tag möchten wir auch den Wert der gemeinsamen Bemühungen, eine bezahlbare, verlässliche, den individuellen Bedürfnissen der Kinder gerecht werdende Ferienzeit zu bieten“, erläutert sie weiter. Das sei in diesem Jahr besonders wichtig, da nach der coronabedingten Zwangspause alles neu anlaufen und sich einspielen müsse. Alle Kinder in Kamp-Lintfort sollen sich die Teilnahme an den Ferienspielen leisten können. Sie kostet 45 Euro, das dritte Geschwisterkind ist frei. Im Teilnehmer-Beitrag enthalten sind Ausflüge und das tägliche Mittagessen. „Es gab schon mal Gedankenspiele, den Beitrag zu erhöhen. Das haben wir aber abwehren können“, betont Manfred Klessa, Vorsitzender des Stadtsportverbandes in Kamp-Lintfort. Die Kinderferientage finden immer in den ersten drei Ferienwochen in der Klosterstadt statt. Am Montag brach die letzte Woche der 16. Ferienspiele an. Manfred Klessa ist von Anfang an dabei. „Ich bin seit 50 Jahren Sportfunktionär – auch in der Jugendarbeit. Mir macht der Umgang mit den Kindern großen Spaß“, erzählt Klessa.

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Der Stadtsportverband in Kamp-Lintfort hat 8700 Mitglieder, darunter mehr als 3000 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren. Dem Verband sind 37 Sportvereine angeschlossen. Die vom Stadtsportverband organisierten Ferienspiele haben ihren Standort an der Ebertschule: In dieser Woche steht noch ein Besuch bei Fichte Lintfort, kegeln, schwimmen und eine Fahrt zum Freizeitpark Irrland in Kevelaer an. Die KOT Gestfeld hat für die Ferienkinder viele Workshops im Angebot: „Besonders beliebt ist das Knüpfen von Armbändern“, berichtet Einrichtungsleiterin Therese Pieczyk am Montag und freut sich über die gemeinsame Aktion mit den anderen Trägern. „Es ist schön, mal etwas Neues auszuprobieren. Wir hoffen, dass aus der gemeinsamen Veranstaltung eine Tradition wird.“ Dritter Träger ist die evangelische Kirchengemeinde Lintfort. Claudia Steger und das ehrenamtliche Betreuerteam entführen die Kinder diesen Sommer in Märchenwelten. Hier wird zwar viel gebastelt, doch auch dem großen Bewegungsdrang der Kinder nach zwei Corona-Jahren wird Rechnung getragen.

Das Eis und die Pommes im Kalisto-Restaurant hat übrigens die Stadt Kamp-Lintfort gesponsert. „Es ist eine Freude, die Kinder lachen zu hören“, betonte die stellvertretende Bürgermeisterin Barbara Drese. „Ich bin stolz, dass wir Träger haben, die einen solch tollen Tag auf die Beine stellen.“