Kamp-Lintfort feiert ein buntes Fest für mehr Toleranz.

Festival in Kamp-Lintfort : Ein buntes Fest für mehr Toleranz

Die Festival-Premiere für Toleranz, Respekt und Vielfalt auf dem Campus der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort ist gelungen. Hier studieren junge Leute aus 122 Nationen.

An der Klever Hochschule Rhein-Waal gehört das „Festival of Tolerance“ fest in den Veranstaltungskalender. Jetzt erlebte der Campus Kamp-Lintfort seine Premiere und feierte mit Studierenden aus 122 Nationen ein Fest, das für Toleranz, Respekt, Vielfalt und gelebte Internationalität Flagge zeigt. Gemeinsam mit Dekan Andreas Schürholz und Bürgermeister Christoph Landscheidt eröffneten Julia Gessler und Hassan Wehbe vom Allgemeinen Studierendenausschuss (ASta) die Veranstaltung.

Für Bürgermeister Landscheidt ist die Veranstaltung auf dem Hochschulgelände bestens platziert und als Festival of Tolerance eine konsequente Fortführung von gelebter Tradition vor Ort. „Wir waren früher Bergarbeiterstadt, in der 100 Jahre lang mehr als 100 Nationen zusammen gelebt und gearbeitet haben. Toleranz ist für Kamp-Lintfort selbstverständlich und die Antwort auf Rechtspopulismus und Hass.“ ASta-Vorsitzender Hassan Wehbe ergänzte. „Unsere Diversität macht uns besonders und stark und zugleich einzigartig. Sie ist für uns und andere eine Bereicherung.“ Zum Zeichen der Vielfalt und der Gemeinsamkeit bildeten die Gäste eine den Campus umlaufende Menschenkette. Nach der offiziellen Eröffnung luden die verschiedenen Stände zu Mitmachaktionen ein. Kulinarisch bot sich das Büfett mit selbstgemachten süßen und herzhaften Schlemmereien aus aller Herren Länder, ein Foodtruck sogar indische Spezialitäten. An einem anderen Stand wurden in Batik-Technik Stoffbeutel gefärbt. Für Spaß sorgte der Rodeo-Stand. Ernst wurde es hingegen beim DKMS-Stand, der zur Registrierungsaktion einlud. Die Typisierung von potentiellen Knochenmark- und Stammzellenspender dient dem Kampf gegen Blutkrebs. Angeboten wurden unter anderem Yoga- und Meditationsworkshops. Örtliche Vereine wie der Kaliber-Kultverein, CEC-Connect wie Fairtrade-Gruppen mischten sich unter das Publikum. Für Toleranz, Respekt und Gleichstellung setzte mit seinem Stand der Moerser Verein der Schwulen- und Lesben ein Zeichen. Mit der Premierenveranstaltung zeigte sich Julia Gessler, Campus-Repräsentantin, sehr zufrieden. „Ein gelungener Start“, so die 23-Jährige. Rund 200 Menschen bewegten sich bereits zur Eröffnung auf dem Campus. „Später wird es noch voller werden, wenn die verschiedenen Seminare und Vorlesungen gegen Abend zu Ende sind. Im Wechsel zum Klever Campus werden wir das Festival alle zwei Jahre feiern. 2021 steht die Wiederholung an“, so Julia Gessler. Für den Studenten Nils (22) ist das Fest gelungen, „weil man bei der Gelegenheit auch die kennenlernt, die viel pendeln.“ Dass Toleranz auf dem Campus gelebt wird, ist auch die Erfahrung von Luca (23), dem angehenden Mediengestalter.

„Wir haben keine Ausschweifungen erlebt“, so seine Bilanz. „Die Organisation bleibt gut vorbereitet, und das Festival behält seine Qualität. Vor allem entsteht keine Konkurrenz zu anderen Veranstaltungen.“ Gesponsert wurde das erste Festival of Tolerance von den Stadtwerken und dem Förderverein Campus Camp-Lintfort.

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