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Kamp-Lintfort: Erste Anklage im Fall des Kindesmissbrauchs-Netzwerks gegen Soldaten

Beschuldigter aus Kamp-Lintfort : Erste Anklage im Fall des Kindesmissbrauchs-Netzwerks gegen Soldaten

Im Missbrauchsfall, der seinen Anfang in Bergisch Gladbach nahm, hat die Staatsanwaltschaft eine erste Anklage erhoben. Ein Bundeswehrsoldat soll unter anderem seine Tochter missbraucht haben.

Sie richte sich gegen einen Bundeswehrsoldaten aus Kamp-Lintfort, wurde am Montag aus Justizkreisen bestätigt. Der Prozess gegen den 26-Jährigen werde vor der auswärtigen Strafkammer des Landgerichts Kleve in Moers stattfinden.

Nach WDR-Informationen ist der Soldat des sexuellen Missbrauchs in 36 Fällen angeklagt. Der Berufssoldat soll demnach seine leibliche Tochter, seinen Stiefsohn und eine Nichte sexuell missbraucht haben.

Der Mann habe sich bereits im Juni vergangenen Jahres selbst angezeigt. Die Staatsanwaltschaft habe daraufhin auf Untersuchungshaft oder Hausdurchsuchungen verzichtet. Daraufhin solle er noch seine dreijährige Nichte missbraucht haben. Erst im Herbst, als die Ermittlungen zu dem großen Netz von Sexualstraftätern von Bergisch Gladbach aus ihren Anfang nahmen, sei der Soldat neu in den Fokus der Justizbehörden gerückt und festgenommen worden.

Allein in Nordrhein-Westfalen ermittelt die Polizei im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex gegen über 20 Beschuldigte. Die Verdächtigen sollen - teilweise ihre eigenen - Kinder missbraucht und Bilder der Taten getauscht haben. Ermittler werten seit Monaten riesige Datenmengen aus und versuchen, weitere Täter und Opfer zu ermitteln.

(top/dpa)