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Kamp-Lintfort: Eine Adventsidee sucht kreative Partner

Kein Barbaramarkt mehr in Kamp-Lintfort : Eine Adventsidee sucht kreative Partner

Der Barbaramarkt auf dem Platz vor St. Marien wird seine Pforten in der Adventszeit nicht mehr öffnen. Auch der Nikolausmarkt steht auf der Kippe. Doch es gibt einen Alternativvorschlag: Advent am Zechenturm.

Das weihnachtliche Kamp-Lintfort wird sich verändern: Zwei der drei Adventsmärkte in der Stadt werden nach Corona nicht mehr ihre Pforten öffnen – unabhängig von der Pandemie. Die Werbegemeinschaft hat bereits signalisiert, dass der Nikolausmarkt am Ek3 nicht mehr stattfinden wird. Und auch die Veranstalter des bei den Besuchern beliebten Barbaramarktes auf dem Platz vor St. Marien in der Altsiedlung haben längst das Ende des vorweihnachtlichen Budenzaubers beschlossen.

 Der beliebte Barbaramarkt auf dem Vorplatz von St. Marien wird nicht mehr stattfinden. Zu viele Besucher strömten auf den Markt.
Der beliebte Barbaramarkt auf dem Vorplatz von St. Marien wird nicht mehr stattfinden. Zu viele Besucher strömten auf den Markt. Foto: Kress, Hans-Ulrich (huk)

„Der 25. Barbaramarkt sollte 2020 unser letzter sein. Danach wollten wie die Ära beenden. Wegen der Pandemie fand er nun auch nicht statt“, sagt Hans-Peter Niedzwiedz Sprecher der Arbeitsgemeinschaft in der Kirchengemeinde St. Josef, die den Barbaramarkt alljährlich organisiert hatte. „Unser Markt lief zu gut. Es kamen in Stoßzeiten bis zu 1000 Besucher. Das war für uns aus Verkehrssicherheitsgründen nicht mehr händelbar. So groß ist der Kirchplatz nicht. Seine Platzkapazität ist begrenzt“, erklärt Niedzwiedz im Gespräch mit dieser Zeitung.

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Den Veranstaltern, die den Markt von Anfang an ehrenamtlich organisierten, war das Risiko aufgrund der gestiegenen Besucherzahlen schon Ende 2019 zu groß geworden. Während die Werbegemeinschaft vor wenigen Tagen erklärte, dass man Alternativen für den Nikolausmarkt entwickeln wolle, präsentierte das Team vom Barbaramarkt bereits eine Idee, die aber noch kreative Partner sucht: ein „Kamp-Lintforter Advent am Zechenturm“. Bislang steckt diese Idee noch in den Kinderschuhen. „Ich habe Anfang 2020 als Vertreter des Barbaramarkt-Teams erste Gespräche mit möglichen Partnern geführt und die Idee für einen Adventsmarkt am Zechenturm vorgetragen“, berichtet Niedzwiedz. Die Reaktionen seien sehr positiv ausgefallen und hätten auch Zusagen von möglichen Veranstaltungspartnern beinhaltet.

Auch zur Werbegemeinschaft habe er Kontakt aufgenommen, bislang habe es keine Rückmeldung gegeben, berichtet Niedzwiedz, der ein schönes Konzept für die Veranstaltung eines Weihnachtsmarktes unterm Zechenturm von Schacht I entworfen hat: Hüttenzauber, Verkaufsbasar und Gastronomie auf dem Quartiersplatz, Open-air-Bühne für Konzerte, offenes Singen und Musikveranstaltungen, Sternfahrten zur Aussichtsplattform des Zechenturms, Krippen- und Schwibbögen-Ausstellungen im Lehrstollen, Jurtenzelt, lebendige Krippe und Kreativangebote für Kinder rund um Kalisto, Lichtskulpturen im Park und eine Pendelbahn mit Verbindung vom Lehrstollen in die City. „Es wäre ein ganz neues Veranstaltungsformat. Der Zechenturm und das umliegende Gelände mit seiner Infrastruktur bieten viel Raum, um innovative und erlebnisorientierte Formate zu entwickeln. Außerdem gäbe es ausreichende Parkplätze für auswärtige Besucher“, betont der Ideengeber. Niedzwiedz schlug seinen Gesprächspartnern vor, die Veranstaltung jeweils am ersten und zweiten Adventswochenende stattfinden zu lassen. „Klar ist, dass die Umsetzung einer solchen Idee viel Manpower benötigt“, betont Hans-Peter Niedzwiedz. Er kann sich gut vorstellen, zum Beispiel die Kamp-Lintforter Vereine zu beteiligen. Man müsse sich natürlich auch mit dem Investor abstimmen, der auf dem Areal bauen will. Niedzwiedz geht nicht davon aus, dass die Kamp-Lintforter schon dieses Jahr Advent im Zechenpark feiern werden. Zu aufwendig ist das Projekt zu stemmen. Er hofft auf 2022 und auf weitere Unterstützung für seine Idee.