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Kamp-Lintfort: Ehrenamt ist der wahre Kloster-Schatz

Dank in Kamp-Lintfort : Ehrenamt ist der wahre Kloster-Schatz

Das Geistliche und Kulturelle Zentrum Kloster Kamp lud seine Ehrenamtler zu einem Danke-Schön-Nachmittag mit Niederrheinischer Kaffeetafel ein. Warum das Ehrenamt der wahre Schatz des Klosters ist.

Das Kloster Kamp mit all seinen Klosterschätzen punktet hoch bei den Gästen und gilt als eines der wichtigsten Ziele bei einem Niederrheinbesuch. Doch ohne die vielen Ehrenamtlichen im Hintergrund wäre das Kloster nicht in seinem heutigen Glanz zu erleben. Für Peter Hahnen, Leiter des Geistlichen und Kulturellen Zentrums, steht allerdings fest, die wahren Schätze von Kamp sind die Menschen, die sich im Ehrenamt engagieren. Rund elf Fachbereiche, angefangen vom Klosterladen, Museumsaufsicht, Spenden-Café über Kräutergarten bis zu Ausstellungen und Führungen, werden von den Ehrenamtlichen kompetent betreut und präsentieren sich so in bestem Licht.

Grund genug, ihnen für ihr Engagement zu danken, befand Peter Hahnen und lud diesmal ins Spenden-Café zu einer sommerlichen Niederrheinischen Kaffeetafel à la Kamp ein. In seinem Rückblick ließ Hahnen die vergangenen beiden Jahre Revue passieren. „Die Anfragen nehmen wieder zu“, so lautete sein Fazit. Corona habe 2020 mit seinen Einschränkungen deutliche Spuren hinterlassen. Nur sechs Ehrenamtler nahmen ihren Dienst auf, 2021 waren es dann schon 21. Ihre Zahl hat damit die 100er-Marke geknackt. Die Zeit der Pandemie ohne große Veranstaltungen nutzte der Geschäftsführer des Geistlichen und Kulturellen Zentrums dazu, das Jahr 2021 zu planen und die Ärmel hoch zu krempeln. Immerhin 300 Veranstaltungen und Termine konnten unter Auflagen stattfinden, statt der sonst 700 mit rund 34.000 Gästen. 2020 half ein Zuschuss der Stadt Kamp-Lintfort und des Bistums Münster, um über die Runden zukommen. „Wir haben für unsere aktuellen Veranstaltungen gute Anfragen und damit potentielle Multiplikatoren“, sagte Hahnen.

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„Daher brauchen wir weitere ehrenamtliche Unterstützung.“ So erleben die so genannten AndersAbende mit eigener Konzertreihe inklusive Klosterpraline am Ausgang guten Zuspruch. Für Prälat Bernd Klaschka von der Kirchengemeinde St. Josef sorgt die Zusammenarbeit der Ehrenamtler dafür, dass das Kloster Kamp so fruchtbar in die Region hinein strahlt. Das Erfolgsrezept liege im Ehrenamt, bei dem Männer und Frauen ihre kostbare Zeit dem Zentrum widmen. Welche Bedeutung ihre Arbeit hat, lässt sich daran erkennen, dass sie aus dem weiteren Umland, von Kempen über Oberhausen und Geldern kommen. „Es ist ein wichtiger Dienst im Sinne des Glaubens und eine Arbeit, die von Herzen kommt“, lobte Klaschka. Für Christoph Müllmann, Dezernent der Stadt, ist das Gesamtwerk der Garant, das Ehrenamtler und Hauptamtliche Großes leisten können. Er erinnerte an die Anfänge des Zentrums 2003, als wenig Geld, aber umso mehr Enthusiasmus für den Start nach dem Weggang der Karmelitermönche sorgte.

Pläne zur Weiternutzung gab es genug und kamen glücklicherweise nicht zum Tragen. Stattdessen etablierte sich mit seinem kulturellen wie spirituellen Programm das Zentrum. Es wurde offiziell 2003 gegründet und machte das Kloster zukunftsfähig. Im Rahmen des Ehrenamtskaffees wurden Anni Klein für zehn Jahre und Waltraud Barnick für elf Jahre Engagement geehrt. Ruthilde Holzenkamp sorgte mit ihrem Akkodeon für den musikalischen Rahmen.