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Kamp-Lintfort: Die tägliche Sportstunde auf der Landesgartenschau

Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort : Die tägliche Sportstunde auf der Laga

Ein vielfältiges Sportprogramm erwartet die Laga-Besucher. Noch nie stand der Sport auf einer Gartenschau so im Fokus wie in Kamp-Lintfort. Vereine und Gruppen aus der Region machen mit und stellen sich vor.

Mehr als 50 Vereine sorgen ab dem 17. April für ein täglich wechselndes Sportprogramm auf der Landesgartenschau: Tischtennis, Bogenschießen, moderne Schwertkunst, Handball, Volleyball, Billard, Schach sowie Bauchtanz, Gymnastik und Squaredance zeigen den Besuchern, wie sportlich und fit Kamp-Lintfort und die Region sind. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal unserer Landesgartenschau. Ein Sportprogramm in dieser Vielfalt gab es bislang noch auf keiner anderen“, betont Manfred Klessa. Der Vorsitzende des Stadtsportverbandes in Kamp-Lintfort hat das Veranstaltungsprogramm mit einem kleinen Team auf die Beine gestellt. „Unser Ziel ist es, an jedem Tag der Gartenschau zumindest eine Sportstunde stattfinden zu lassen, entweder in Form von Präsentationen oder als Mitmachaktionen.“

Kamp-Lintfort sei eine sehr sportfreudige Stadt, sagt er. „Wir sind sehr gut aufgestellt. Es sind hier alle gängigen Sportarten vertreten – teilweise sogar hochklassig.“ So spielt nicht nur der Billardverein PBC Joker in der Bundesliga. Trotz des demografischen Wandels und einer natürlichen Fluktuation verzeichnet der Stadtsportverband einen deutlichen Mitgliederzuwachs in den Vereinen vor allem bei jungen Menschen bis 18 Jahren. „Wir haben einen Zuwachs von 250 Mitgliedern in dieser Altersgruppe.“ Klessa führt dies auf die familienfreundliche Grundhaltung in Kamp-Lintfort zurück.

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Der Vorsitzende des Stadtsportverbandes und seine Mitstreiter haben jedoch nicht nur in Kamp-Lintfort und in den direkten Nachbarstädten die Werbetrommel gerührt. „Wir haben das Projekt auch im Kreissportbund vorgestellt. Und dem Kreis Wesel gehören immerhin 13 Kommunen an. Wir sind auch dort auf offene Ohren gestoßen.“ Für den Vorsitzenden des Stadtsportverbandes bietet die Teilnahme der Sportvereine eine Win-Win-Situation für alle. „Wir können unsere Sportarten einem großen Publikum bekannt machen und vielleicht sogar neue Mitglieder gewinnen.“

Mit dabei sind beispielsweise der SV Meerfeld mit einem Cardio Power Workout, Concordia Ossenberg mit Tanz, der Rock’n’Roll-Club aus Moers, eine Ballettschule aus Düsseldorf, der BSV Eversael mit Bogenschießen und Square-Dancer aus Dinslaken. Der SV Alemannia Kamp will einen Kinderturntag veranstalten.

Melanie Roth wird mit weiteren 25 Frauen dem Bauchtanz ein Forum geben. Der Kamp-Lintforter Karnevalsverein (KKV) bringt Garde- und Showtanz auf die Bühne. Die Hochschule Rhein-Waal plant Angebote zum Skater-Surfing, und der Postsportverein, dem Manfred Klessa angehört, plant Mitmachaktionen in der Sportart Tischtennis an. „Wir bringen einen Roboter mit, der den Spielern die Bälle zuwirft“, berichtet Klessa.

Die Besucher der Landesgartenschau sollen außerdem die Möglichkeit haben, das Sportabzeichen zu absolvieren. Es gibt auf dem Areal zwei feste Standorte für den Sport: die Bühne auf dem Quartiersplatz und eine Sportwiese. „Die Bühne ist zwölf mal acht Meter groß und wird vielleicht auch überdacht sein“, weiß der Organisator. Die Sportwiese, so groß wie drei Fußballfelder, befindet sich im Nordosten des Gartenschau-Geländes und stößt direkt an den Hochschulparkplatz. „Dort können sich mehrere Vereine gleichzeitig präsentieren – ob an Ständen oder bei spannenden Mitmachaktionen.“

Großen Wert legen die Organisatoren darauf, dass das Gelände barrierefrei ist. „Denn wir wollen mit unserem Angebot gezielt Menschen mit Behinderung ansprechen“, sagt Klessa. Der Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW wird sich beispielsweise mit einem eigenen Veranstaltungstag auf der Landesgartenschau einbringen. Stellvertretende Vorsitzende ist dort Ulrike Plitt aus Kamp-Lintfort. Das Forum Integration plant Aktionen im Stephanswäldchen.

Damit während der Landesgartenschau alles gut läuft, stellt der Landessportbund den Akteuren zwei sportbegeisterte junge Menschen aus dem Bundesfreiwilligendienst zur Seite. Orhan Dilsiz ist in Kamp-Lintfort kein Unbekannter: Er bietet unter anderem Parcours-Training für Jugendliche an.

Der Stadtsportverband wird auf der Laga unterstützend wirken. Eine Beschallungsanlage und ein großes Zelt, das bei schlechtem Wetter eingesetzt wird, sind schon angeschafft. Der Veranstaltungskalender zur Landesgartenschau ist übrigens noch nicht in Stein gemeißelt. Manfred Klessa möchte noch viele Vereine mehr zum Mitmachen motivieren.