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Kamp-Lintfort: Die Bäckerei Büsch will weiter expandieren

Unternehmen in Kamp-Lintfort : Die Bäckerei Büsch will weiter expandieren

Gesucht wird ein Standort im Bereich des östlichen Ruhrgebietes, Ostwestfalen oder im Münsterland. Dort soll eine zweite Backstube errichtet werden. Über 40 Millionen Euro will das Unternehmen in Bau und Ausstattung investieren. Erste Gespräche wurden geführt.

Die Handwerksbäckerei Büsch mit Stammsitz in Kamp-Lintfort am Niederrhein will wachsen. Um weitere Umsatzpotenziale zu erschließen, plant sie den Bau einer zweiten Backstube im Bereich des östlichen Ruhrgebietes, Ostwestfalen oder im Münsterland.

Dieser Bau soll „Deutschlands nachhaltigste Backstube“ werden – und dabei gläsern sein. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung erklärt, gibt es derzeit Gespräche mit den Verantwortlichen der Stadt Werne. „Wir sind sehr daran interessiert, hier zu bauen. Natürlich hängt es von einem verfügbaren Grundstück und schnellen Genehmigungen ab“, erklärt Büsch-Geschäftsführer Dirk Jonack. Denn das Unternehmen habe ambitionierte Ziele: Der Baubeginn soll bereits Ende 2023, die Inbetriebnahme im Januar 2025 stattfinden.

Die Handwerksbäckerei Büsch wachse seit vielen Jahren überdurchschnittlich, vier Mal so stark wie der deutschlandweite Markt, teilt das Unternehmen mit. Dabei setze das Unternehmen auf bewährte Faktoren: handwerkliche Qualität, gut ausgebildetes Personal und Individualität beim Ladenbau. Die Backstube am Kamp-Lintforter Stammsitz sei bereits jetzt nahezu völlig ausgelastet, eine Erweiterung dort nicht möglich. „Auch belasten die langen Wege von Kamp-Lintfort nach Ostwestfalen die Umwelt und machen eine Expansion nicht wirtschaftlich. Um dorthin, ins Münsterland und dem östlichen Ruhrgebiet zu expandieren, muss eine zweite Backstube realisiert werden“, heißt es in der Pressemitteilung.

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Die Handwerksbäckerei benötige für ihre geplante „Backstube 2“ eine Fläche von etwa 50.000 Quadratmetern. Hier sollen dann die tagesfrischen Backwaren hergestellt werden. Diese würden seit vielen Jahren immer wieder – unter anderem von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft – ausgezeichnet. „Wir wollen hier 24 Stunden am Tag, an sieben Tagen der Woche, produzieren“, erläutert Dirk Jonack. Dabei sollen in der „Backstube 2“ die neuesten Entwicklungen in Bezug auf Hygiene und Nachhaltigkeit eingesetzt und verbaut werden. Über 40 Millionen Euro wolle das Unternehmen in Bau und Ausstattung investieren. Dabei solle zunächst nur ein Teil des Grundstücks bebaut werden. Auf dem Gelände werde es neben der reinen Backstube auch Flächen für Rohstofflager, Konditorei, Versand, Hygienebereich, Korb- und Leergutlager, Werkstatt sowie Verwaltungs- und Sozialräume geben. Auch eine Lehrbackstube und ein Café seien geplant.

So sollen 2025 etwa 90 Mitarbeiter und 2030 über 270 Mitarbeiter am Standort der zu errichtenden Backstube tätig sein. Bereits 2025 sind zunächst 40 neue Büsch-Fachgeschäfte geplant, in denen dann in dieser Region die Backwaren verkauft würden. Sie sollen jährlich um 20 Geschäfte wachsen, so dass es in 2030 rund 125 neue Büsch-Fachbetriebe geben werde. Auch Auszubildende sollen in der „Backstube 2“ die Kunst des Backens lernen. Ihr Ausbildungsstart ist für 2025 vorgesehen. Begonnen werden sollen mit vier jungen Menschen, 2030 sollen es dann schon 14 Auszubildende in den Bereichen Bäcker, Konditoren, Berufskraftfahrer, Mechatroniker, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk sein.

(aka)