Grünes Klassenzimmer in Kamp-Lintfort Zechenpark wird wieder zum Lernort

Kamp-Lintfort · Die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW ermöglicht durch eine finanzielle Förderung die Fortführung des Grünen Klassenzimmers. Der Zechenpark wird zum außerschulischen Lernort. Der Laga-Förderverein stellt zwei Mitarbeiter ein.

 Jonas Schmitz (links) und Anne Probst (3.v.l.) sind Projektleiter des Grünen Klassenzimmers. Sie erarbeiten zurzeit ein Konzept. Wirtschaftsförderer Andreas Iland, Stiftungsvorstand Karsten Möring, Marie-Luise Fasse, Mitglied im Stiftungsrat, und Christoph Müllmann in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Laga-Fördervereins, freuen sich darüber, dass das Projekt fortgeführt wird.  

Jonas Schmitz (links) und Anne Probst (3.v.l.) sind Projektleiter des Grünen Klassenzimmers. Sie erarbeiten zurzeit ein Konzept. Wirtschaftsförderer Andreas Iland, Stiftungsvorstand Karsten Möring, Marie-Luise Fasse, Mitglied im Stiftungsrat, und Christoph Müllmann in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Laga-Fördervereins, freuen sich darüber, dass das Projekt fortgeführt wird.  

Foto: Norbert Prümen

Was krabbelt da eigentlich auf der Wiese im Zechenpark? Woher kommt die Wolle? Und wie sehen bloß Falkenfedern aus? Diese und viele andere Fragen werden 2022 wieder im Grünen Klassenzimmer beantwortet. Angedockt am Tierpark Kalisto nimmt das Umweltbildungsprojekt, das zur Landesgartenschau vor zwei Jahren Klein und Groß begeistert hatte, wieder Fahrt auf und soll langfristig etabliert werden. Der Zechenpark wird zum außerschulischen Lernort für Mädchen und Jungen aus den Kindertagesstätten und den Schulen.

Ermöglicht wird dies durch die Kooperation von Stadt, Förderverein der Landesgartenschau 2020 und dem Tierpark Kalisto sowie durch eine Projektförderung der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen in Höhe von rund 94.000 Euro. Die Stiftung hatte das Grüne Klassenzimmer bereits zur Laga vor zwei Jahren mit finanziellen Mitteln gefördert. „Es handelt sich jetzt um eine Anschlussförderung, um das Angebot hier im Zechenpark langfristig zu verankern“, erläuterte Karsten Möring, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, am Mittwoch. Ziel sei die Verstetigung des umweltpädagogischen Projektes in der Hochschulstadt. Bereits im Januar haben die beiden neu eingestellten Projektkoordinatoren Anne Probst (Leitung) und Jonas Schmitz ihre Arbeit aufgenommen.

Die Diplom-Ökotrophologin, die bereits während der Landesgartenschau im Grünen Klassenzimmer mitgearbeitet hatte, und ihr Kollege erarbeiten aktuell ein Konzept für den Zechenpark als außerschulischen Lernort, führen Gespräche mit potenziellen Projektpartnern und bereiten alles vor, damit im Frühjahr ein Programm rund um Umwelt- und Entwicklungsthemen vom Forschergarten über Weidendom und Großer Goorley bis zum Schirrhof steht. Angestellt sind sie in Teilzeit zu jeweils 25 Stunden beim Förderverein Landesgartenschau 2020, bezahlt werden sie aus den Mitteln der Stiftung mit Sitz in Bonn.

Anne Probst und Jonas Schmitz, der nach seinem Studium der Philosophie und Kunstgeschichte eine Weiterbildung im Bereich Natur- und Wildnispädagogik absolvierte, freuen sich darauf, Kinder und Jugendliche dafür zu sensibilisieren, unsere Natur und Umwelt auch für spätere Generationen lebenswert zu erhalten und sich für die globalen Nachhaltigkeitsziele einzusetzen. „Ich erinnere mich noch sehr gut an die Begeisterung der Kinder, die 2020 übers Gelände liefen und den Zechenpark erkundeten“, berichtet die 39-Jährige Projektleiterin. Auch in der Fortführung des Grünen Klassenzimmers sollen die Themen Ökologie, Naturschutz, Ressourcenschonung, Ernährung, Klimaentwicklung, Tier- und Pflanzenwelt kindgerecht behandelt werden. Als ein Projektpartner wurde beispielsweise der Naturpädagoge Stefan Leiding gewonnen, der schon zur Laga Workshops für Kinder angeboten hatte. Auch die Hochschule Rhein-Waal, die im Zechenpark das Urban Gardening angestoßen hat und im GreenFablab allen wissensdurstigen Forschern die Türen öffnet, soll ins Boot geholt werden.

Groß ist die Hoffnung, dass man den Kindern und Jugendlichen in diesem Jahr trotz Corona-Pandemie deutlich mehr Angebote machen kann, als es zur Landesgartenschau der Fall war. „Wir müssen bei den Jüngsten ansetzen, um eine Verhaltensveränderung und ein größeres Verständnis für die Umweltproblematik zu bewirken“, zeigte sich Stiftungsvorstand Karsten Möring am Mittwoch überzeugt und fügte hinzu: „Das geht über die direkte Begegnung. Denn mit den Jungen wird die Zukunft Gegenwart.“