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Kamp-Lintfort: Der Wandelweg ist jetzt doppelspurig

Landesgartenschau 2020 : Der Wandelweg ist jetzt doppelspurig

Die rund zwei Kilometer lange Verbindung vom Kloster Kamp zum Campus der Hochschule ist fast fertiggestellt.

Der zwei Kilometer lange Wandelweg ist wieder für Spaziergänger frei. Nur zwischen der Eyller Straße und dem Parkplatz des Panoramabades ist der doppelspurige Weg noch nicht geöffnet. Er wird in diesem Teilstück noch von den Straßenbauarbeiten an der Eyller Straße tangiert. Diese hatten sich verzögert. Der Wandelweg beginnt nahe der Kreuzung von B 510 und Mittelstraße am Fuße des Kamper Berges, läuft parallel zur Großen Goorley Richtung Lintfort und endet im Stephanswäldchen nahe der Hochschule an der Friedrich-Heinrich-Allee. Wenn die Landesgartenschau am 17. April eröffnet wird, ist er die wichtige Verbindung zwischen Kloster und Zechen-Areal.

Das Mammutbaumwäldchen am Wandelweg ist leicht zu finden. Foto: Anja Katzke

Der neu hergerichtete Wandelweg ersetzt den bestehenden einspurigen, der bereits 2010 eröffnet wurde. Dieser war zweieinhalb Meter breit. An einigen Stellen war er zu eng, besonders wenn dort Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern auf Fahrradfahrer trafen. Auch Sträucher ragten weit in den Weg hinein. Während der Landesgartenschau wären dort an Wochenenden Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern unvermeidlich gewesen, so die Planer. Denn an schönen Tagen werden bis zu 10.000 Besucher täglich erwartet. Ein Teil der Garten-Fans dürfte die Strecke zwischen Abteikirche und Förderturm zu Fuß, mit Fahrrad oder Tretroller zurücklegen. Deshalb ließ die Stadt den Wandelweg doppelspurig ausbauen. Der Gehweg ist hellgelb fein geschottert und liegt auf der Fläche des bestehenden Wandelwegs, der südlich parallel zur großen Goorley verläuft. Darauf können auch Roller fahren, die nicht mit einem Elektromotor unterstützt werden.

Nicht nur auf dem Zechengelände, sondern auch am Wandelweg wurden neue Bäume gepflanzt. Foto: Anja Katzke

Die Radspur ist neu angelegt und anthrazitfarben fein geschottert. Darauf können auch Roller unterwegs sein, die einen Elektromotor haben. Von der Mittelstraße aus läuft diese Spur parallel zum Gehweg, um an der Großen Goorley über eine Brücke auf deren nördliche Seite zu wechseln. Dort geht sie bis zur Anlage des Tennisclubs Blau-Weiß weiter, wo sie über eine Brücke auf die südliche Seite zurückkehrt. Eine dritte Brücke befindet sich dazwischen.

Der Wandelweg verläuft entlang der Goorley. Das Wasser plätschert leise. . Foto: Anja Katzke

Zwischen Eyller Straße und Bertastraße wurde die neue Radspur südlich des Gehweges gebaut. Östlich davon gibt es keine gesonderte Radspur mehr, die in Tempo-30-Zonen auch nicht neu gebaut werden dürfte. Die Radfahrer haben jetzt die Stephanstraße zu nutzen, die parallel zum Gehweg läuft. Entsprechend wird das Stephanswäldchen gerade mit dem blauen Verkehrszeichen 239, Fußgänger, beschildert. Bis zum Januar hatten Fahrradfahrer durch das Stephanswäldchen fahren dürfen.

Es wurden neue Brücken errichtet  und Sitzgelegenheiten aufgestellt. Foto: Anja Katzke

Die Arbeiten für den Wandelweg hatten im Frühjahr 2018 begonnen und sollten im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein. Sie verzögerten sich um fast ein Jahr. Die geplanten Kosten für den doppelspurigen Ausbau liegen laut Laga-GmbH bei 1,9 Millionen Euro. Der Bau der Radspur wird zu 80 Prozent von Bund und Land gefördert. Das Programm heißt Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur. Brücken zu errichten, zusätzliche Pflanzungen vorzunehmen und den Gehweg zu erneuern, wird vom Landesumweltministerium mit ebenfalls 80 Prozent bezuschusst. Bund und Stadt tragen damit 1,5 Millionen Euro, die Stadt 400.000, wenn mit der Endabrechnung die Kosten im geplanten Rahmen bleiben.