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Kamp-Lintfort: Der Verein "fair/rhein" ordert fair gehandelte Bio-Orangen

Fairer Handel in Kamp-Lintfort : „fair/rhein“ ordert fair gehandelte Bio-Orangen

Der Verein hat seine Weltladen-Zentrale an der Kreuzung von Schulstraße und Eyller Straße in Kamp-Lintfort. Wenn genügend Bestellungen eingehen, wollen die Vereinsmitglieder mehrere Paletten fair gehandelte Bio- Orangen bestellen. Sie kommen dann im Februar an.

Ökologisch angebaute und fair gehandelte Orangen sind in Deutschland ein Nischenprodukt und kaum erhältlich. Der Verein „fair/rhein“ will dazu beitragen, das zu ändern. Er plant, fair gehandelten Bio-Orangen aus Kalabrien im Süden Italiens zu bestellen, um sie am Niederrhein über Welt-Gruppen und Welt-Läden zu vertreiben. „Leider gibt es auch in Europa Menschenrechtsverletzungen in der Produktion von Orangen“, begründet Vorsitzender Reinhard Schmeer, warum sich der Verein fair/rhein der Aktion anschließen will, die im Dezember 2020 im Gebiet der Westfälischen Landeskirche erfolgreich startete. „Ein Beispiel dafür ist die Ausbeutung von afrikanischen Migranten. Allein bei der Orangenernte helfen rund 2500 Wanderarbeiter, meist afrikanische Flüchtlinge. Sie arbeiten als Tagelöhner auf den Plantagen für rund 25 Euro am Tag.“ Dagegen beschäftigt der Verein SOS Rosarno die Arbeiterinnen mit regulären Arbeitsverträgen, zahlt Tariflohn und Sozialbeiträge. Über diesen Verein will fair/rhein die Orangen beziehen. Wenn bis zum 18. Januar genügend Bestellungen eingehen, will er eine oder mehrere Paletten mit Orangen ordern. Der Preis beträgt für Endverbraucher 38 Euro je Kiste, für Wiederverkäufer 32 Euro. Kontakt: 02842 70396, montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie dienstags und donnerstags außerdem von 10 bis 14 Uhr. Email: info@fair-rhein.de.